Sicherer Schulweg: Tempo 30 in Oberbobritzsch geplant

Seit zwei Jahren ringen Eltern um eine Lösung Nun sollen Autofahrer das Tempo morgens und nachmittags drosseln.

Oberbobritzsch.

Gute Nachricht: Voraussichtlich in vier Wochen soll vor Grundschule und Kita in Oberbobritzsch auf der Pretzschendorfer Straße ein Tempolimit eingerichtet werden. "Zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags wird die Geschwindigkeit von Montag bis Freitag auf 30 km/h begrenzt", kündigte Bürgermeister René Straßberger (CDU) an. Damit werde der Weg zu Kita und Schule sicherer.

Die Pretzschendorfer Straße, auf der derzeit Tempo 50 gilt, wird von vielen Auto- und Lastwagenfahrern als Rennstrecke genutzt. Dabei ist die Kreisstraße für viele Kinder der Schulweg oder der Weg zur Kita. Besorgte Eltern und Einwohner wandten sich deshalb an die Gemeindeverwaltung, die wiederum den Kontakt zur Kreisbehörde suchte. "Und dann ging es ziemlich schnell. Nach sechs Wochen fand ein Ortstermin mit dem Landratsamt und der Straßenmeisterei statt", so Straßberger.


Ergebnis: In etwa einem Monat sollen die neuen Verkehrsschilder "Zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h" stehen. Zu welchen Zeiten das Tempolimit gilt, darüber werden auch Kita- und Schulleitung mit entscheiden. "Ich bin froh, dass wir eine kurzfristige Lösung gefunden haben", sagt Straßberger, dessen knapp zweijährige Tochter auch die Kita in Oberbobritzsch besucht.

Beatrice Eichhorn ist die Leiterin der Kindertagesstätte in Trägerschaft des Vereins Kinderarche. Genau wie Bürgermeister Straßberger ist sie froh darüber, dass zeitweise Tempo 30 gelten soll. "Denn die Pretzschendorfer Straße ist für Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, schwer einsehbar", so Beatrice Eichhorn. Auch Kristin Kirsch, die Kita-Elterratschefin, sagte: "Ich befürworte das Tempolimit, weil auf der Straße sehr gerast wird." Seit 2017 kämpfe der Elternrat um eine Lösung. Die bereits angebrachten Geschwindigkeitsanzeigetafeln würden nicht viel bringen.

Um die Sicherheit zu erhöhen, hatte die Gemeinde auf dem Platz vorm Kinderhaus, in dem Schule und Kita untergebracht sind, Piktogramme "Achtung Kinder" aufgestellt. Zudem weisen Fußabdrücke, die in gelber Farbe aufgetragen wurden, den Weg. Der Fußweg wurde jetzt extra noch weiß markiert. "Da wissen die Kinder genau, wo sie lang gehen müssen. Und sie halten sich auch daran", so die Kitaleiterin.

Rund 140 Kinder werden in Krippe, Kindergarten und Hort betreut. In der Grundschule "Regenbogen" lernen 72Erst- bis Viertklässler.

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