Sommernächte punkten beim Publikum

Ein Rekordsommer beschert der Veranstaltungsreihe einen Besucheransturm: Geschätzt 40.000 Gäste kamen in den Freiberger Schlosshof.

Freiberg.

Das Wetter mit tropischen Temperaturen und Sonne satt hat den Machern der diesjährigen Freiberger Sommernächte in die Hände gespielt: Geschätzt 40.000 Besucher zählte die Veranstaltungsreihe, die mit einem reichhaltigen Programm zu punkten wusste. Live-Übertragungen von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft gab es genauso wie Auftritte von Bands und Partys. Kabarett- und Comedyfreunde kamen ebensowenig zu kurz wie Kinogänger.

Wie viel Gäste genau von Juni bis August den Weg in den Hof von Schloss Freudenstein fanden, konnte Holger Scheich als Geschäftsführer der Gastro-Service Mittelsachsen (GSM), einer der Hauptorganisatoren, zwar nicht sagen. Trotzdem stand für ihn gestern fest: "Es waren auf keinen Fall weniger als in den vergangenen Jahren."

Als Publikumsmagnet erwies sich einmal mehr Olaf Schubert, der am Montagabend mit seinem aktuellen Bühnenprogramm "Sexy forever" mit mehr als 1000 Gästen für ein ausverkauftes Haus sorgte. Der Auftritt des Comedians und Wahldresdners war ein fulminanter Abschluss der Sommernächte, die laut Holger Scheich auch andere Höhepunkte boten. In seinem Gedächtnis haften blieb die Ein-Mann-Show "Jogis Eleven" und der Auftritt der früheren Freibergerin Mandy Partzsch mit ihrem Kollegen Erik Lehmann. Das Duo lockte mit "Paarshit" - einem zweieinhalbstündigen Programm, das aufzeigt, was zwischen Mann und Frau alles schiefgehen kann - immerhin knapp 350 Zuschauer an. Auch "Mamma Mia 2" lockte knapp 600 Kinoliebhaber an. "Das war ein richtig schöner Sommernachtsfilm", schwärmte Holger Scheich noch gestern. Überraschend gut lief nach Aussagen des GSM-Geschäftsführers die Show der Herkuleskeule aus Dresden.

Doch bei fast 70 Veranstaltungen bleibt es nicht aus, dass manches weniger rund läuft. "Ein Wermutstropfen ist sicherlich das zeitige Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-WM", so Scheich weiter. Statt wie im Jahr 2014 sieben WM-Spiele mit deutscher Beteiligung, flimmerten dieses Jahr nur drei über die Bildschirme im Schlosshof. "Da kann sich jeder ausrechnen, dass das Ausscheiden der deutschen Mannschaft wirtschaftlich eher nachteilig für die Sommernächte ist", hatte Scheich dies Ende Juni kommentiert.

Für die GSM, die mit Roland Säurich vom Tivoli, dem Mittelsächsischen Theater, dem Kinopolis, dem Studentenwerk und dem Stadtmagazin "InPulz" die Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt hat, brechen jetzt aber keine ruhigen Zeiten an. Denn nach den Sommernächten ist vor den Sommernächten. Laut dem GSM-Chef werden bereits erste Gespräche mit Künstleragenturen für Auftritte im nächsten Jahr geführt. Komiker Kurt Krömer ist sogar schon gebucht. Auch "Das Geheimnis der Hebamme", ein Theaterstück der Landesbühnen Sachsen nach dem Roman von Sabine Ebert, wird aufgeführt.

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