Sportstättenkonzept: SPD fordert Nachbesserung

Die Freiberger Sozialdemokraten kritisieren den geplanten Abriss von Sporthallen. Die Stadtverwaltung weist diese Vorwürfe zurück.

Freiberg.

Die SPD Freiberg warnt vor Schnellschüssen zur Umsetzung des Sportstätten-Entwicklungskonzeptes (SEK), Vorstandsmitglieder mahnen Nachbesserungen an. Insbesondere geht es um den vom Stadtrat beschlossenen Neubau einer Vierfeldhalle samt Kegelbahnanlage als Ersatz für die Sporthallen der Carl-Böhme-Grundschule und der Ohain-Oberschule.

Der Abriss der sanierungsbedürftigen Hallen zugunsten des Neubaus stößt in Freiberg auf geteilte Meinungen: Im Freiberger Hockey- und Tennisclub (FHTC) hofft man etwa, die neue Halle auf dem Clubgelände mit nutzen zu können. Kritiker des Abrisses der Schulsporthallen warnen hingegen, sie könnten noch benötigt werden.

So mahnt SPD-Vorstandsmitglied Sandra Lipkowsky nach dem Beschluss zum SEK vom November, den geplanten Abriss zu überdenken, um nicht Kapazitäten zu vernichten, die noch benötigt werden könnten. Sie fordert daher eine besonders sorgfältige Planung. Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) weist die Kritik hingegen zurück, die Angaben zum Schulsport seien sorgfältig geplant. "Da es sich bei Prognosen um Annahmen handelt, ist eine Überprüfung in sinnvollen Abständen immer zielführend." Deshalb habe der Stadtrat beschlossen, nach Fertigstellung der Mehrfeldhalle den Bedarf für die Sporthallen nochmals zu überprüfen.

SPD-Frau Lipkowsky hält dagegen, dies wäre eine sehr gute Lösung, wenn der Vorschlag der Stadtverwaltung auch grundsätzlich die Überprüfung des Abrissbeschlusses für die Ohain- und Böhmehalle einschließen würde. Der Stadtrat habe mit Beschluss zur Mehrzweckhalle aber bereits den Abriss beschlossen, so Lipkowsky. Dieser, so rät sie, sollte eingefroren und einer neuerlichen Überprüfung unterzogen werden. Ein Konzept solle spätere Entscheidungen bzw. die Richtung vorgeben, doch viele Vorgaben im SEK ließen bereits spätere gewünschte Entscheidungen erkennen.

Für das SEK haben Bauplaner für die Stadt Freiberg ermittelt, was notwendige Sanierungs- und Bauarbeiten in Sportstätten kosten würden. Die Empfehlungen für die Bedarfsliste für Investitionen summiert Projekte mit einem geschätzten Wertumfang von 32,5 Millionen Euro. Die Bestandsaufnahme und Auflistung von Vorschlägen umfasst mehrere Dutzend Projekte, die Baubürgermeister Holger Reuter den Stadträten vorstellte. Dabei handelt es sich um ein Maßnahmenkonzept, die Vorhaben sollten je nach Haushaltslage mit Einzelbeschlüssen auf den Weg gebracht werden. (grit)

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