Stadt bringt Millionenprojekte auf Weg

Von Neubau am Schulstandort "Clemens Winkler" bis zum Kauf einer neuen Drehleiter für die Feuerwehr - bis 2023 sollen Freiberger Stadträte Weichen stellen.

Freiberg.

Monatelanges Taktieren und Beraten liegen hinter den Freiberger Stadträten; auch die Verwaltung hatte gut zu tun. Nun liegt das Investitionsprogramm bis zum Jahr 2023 in einem Entwurf vor. Am Donnerstag werden die Kommunalpolitiker das Papier abschließend beraten und voraussichtlich auch beschließen. Knapp 89Millionen Euro werden in die unterschiedlichen Projekte fließen.

Für Straßen- und Gehwege ist unter anderem Geld vorgesehen, aber auch für Spielplätze und für die Sanierung von Gebäuden. Ein dicker Brocken ist das Herderhaus. Bis 2021 soll das im 17. Jahrhundert errichte Haus zum Stadtarchiv umgebaut werden. Da auch ein Neubau und eine Tiefgarage errichtet werden, schlägt das Ganze mit geschätzt 15 Millionen Euro zu Buche.

Genauso wie in den Vorjahren werden auch künftig Millionensummen in die Kita- und Schullandschaft gepumpt. Wobei etliche Vorhaben bereits auf den Weg gebracht sind. Beispiel Ohain-Oberschule. Seit dem Frühjahr gehen an der Bildungseinrichtung die Handwerker ein und aus: Im Bestandsgebäude werden unter anderem Dach, Fenster und Fassade hergerichtet. Zudem wird auf dem Areal ein Erweiterungsbau hochgezogen. Mit Ausgaben in Höhe von knapp 9 Millionen Euro wird gerechnet. Während in der Ohain-Oberschule aktuell 340 Mädchen und Jungen unterrichtet werden, könnten es künftig bis zu 550 Schüler sein. Im Spätsommer 2020 soll das Vorhaben abgeschlossen sein.

Doch ein Ende der Bau- und Modernisierungswelle bei den Kitas und Schulen ist absehbar. Mit Ausnahmen: So soll auf dem Areal des Schulstandorts "Clemens Winkler" ein Gebäude mit vier Fachräumen, einer Aula beziehungsweise einer Mensa sowie einer Ausgabeküche entstehen. Geschätzte Ausgaben: 2,9Millionen Euro. Auch die Feuerwehr profitiert: So steht beispielsweise für 2019 der Kauf einer neuen Drehleiter mit 800.000 Euro im Plan.

Neben umfangreichen und teueren Maßnahmen stehen auch eine Reihe von kleineren auf der Agenda. Für den Kauf von Parkautomaten ist mit 34.000 Euro ebenso Geld reserviert wie für die Umzäunung des Rosengartens im Tierpark mit 25.000Euro.

Trotz der Ausgaben in einer Gesamthöhe von rund 89 Millionen Euro muss Freiberg nicht alles aus dem Stadtsäckel nehmen. Der Gros wird mit Fördermitteln gestemmt - hier rechnet die Kommune mit immerhin circa 60 Millionen Euro; nur gut 29 Millionen Euro sind Eigenmittel. Das Besondere: Kredite sollen nicht aufgenommen werden.

Der Freiberger Stadtrat tagt Donnerstag ab 16 Uhr im Rathaus.

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