Stadtrat berät erneut über Zentrum für Welterbe

Silbermannhaus soll für Besucherinfo um einen Anbau erweitert werden

Freiberg.

Der Stadtrat von Freiberg soll auf seiner nächsten öffentlichen Sitzung am 16. Januar dieses Jahres einen Grundsatzbeschluss zum Standort und zur Konzeption eines Welterbebesucherzentrums der Montanregion Erzgebirge in Freiberg fassen. Das geht aus der Tagesordnung für die Beratung hervor, die von der Stadtverwaltung am Donnerstag veröffentlicht worden ist. Der Bekanntmachung zufolge wird vorgeschlagen, das Welterbe-Besucherzentrum in einem Anbau am Silbermannhaus, Schloßplatz 6, einzurichten.

Nach der Entscheidung der Unesco im Juli vorigen Jahres, der Montanregion Erzgebirge den Titel Weltkulturerbe zu verleihen, war es in Freiberg zu einer Kontroverse über den Standort eines künftigen Welterbe-Zentrums gekommen. Die Stadtverwaltung wollte die Einrichtung von Anfang an im Silbermannhaus unterbringen. Aus Platzgründen sollte dafür aber die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft aus der einstigen Wirkungsstätte des berühmten Orgelbaumeisters verdrängt werden. Nach heftigen Protesten hatten sich Stadtverwaltung und Verein dann Anfang Dezember vorigen Jahres geeinigt: Das Silbermannhaus sollte erweitert werden und die Gesellschaft an ihrem Sitz verbleiben. Der Stadtrat soll den Kompromiss am Donnerstag zustimmend zur Kenntnis nehmen und Oberbürgermeister Sven Krüger beauftragen, die Konzeption eines Welterbe-Besucherzentrums am Schloßplatz 6 beim Verein "Welterbe-Montanregion Erzgebirge" einzureichen. Der Informationspunkt für alle Ziel- und Altersgruppen diene als Tür für die Erkundung der Kulturlandschaft, heißt es. Bis 2023 sollen mindestens vier Welterbe-Besucherzentren auf deutscher Seite der Montanregion entstehen.

Die Sitzung des Freiberger Stadtrates beginnt am 16. Januar 2020 um 16 Uhr im Freiberger Rathaus. Zu Beginn gibt es eine Fragestunde für Einwohner.

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