Statt Tag der offenen Tür: Oberschule Sayda präsentiert sich im Internet

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Ein Tag der offenen Tür? Derzeit aussichtslos. Damit sich Viertklässler trotz Pandemie ein Bild von der Oberschule Sayda machen können, haben Lehrer ein Video gedreht. Derweil treibt die Stadtverwaltung die Digitalisierung voran.

Sayda.

Einmal durch das Schulhaus spazieren, alle Räume und Angebote kennenlernen - das geht an der Bergstadtschule Sayda nun in nur vier Minuten. Und zwar virtuell.

Lehrerin Mary Ann Kastner hat Schulleiter Steffen Hänel mit der Kamera bei einem Rundgang durch die Schule begleitet. Seit einer Woche steht das Video auf der neuen Webseite der Oberschule zur Verfügung. "Wir haben uns gefragt: Wie können wir uns den Viertklässlern vorstellen ohne Schnuppertage und Tag der offenen Tür? Wie können sich Eltern informieren über die Besonderheiten der Schule?", erklärt Hänel. Deshalb gibt es auf der Webseite einen Brief mit Eckdaten und Fotos sowie den virtuellen Rundgang zum Anklicken. Darin zu sehen: der Eingangsbereich, der Speiseraum, die breiten Gänge und Klassenzimmer, Fachkabinette für Naturwissenschaften, Kunst und die Arbeit am PC. Auch die Turnhalle und die Räumlichkeiten für diverse Arbeitsgruppen, die die Ganztagsschule anbietet, sind zu sehen.

Steffen Hänel geht davon aus, dass im Schuljahr 2021/2022 wieder zwei fünfte Klassen á maximal 28 Schüler gebildet werden könnten. Die Schüler können aber erst angemeldet werden, wenn die Bildungsempfehlung vorliegt.

So fast menschenleer wie die Schule im Film aussieht, ist sie trotz Corona aber nicht. Die Abschlussklassen kommen abwechselnd zum Präsenzunterricht in die Schule; aufgeteilt in A- und B-Wochen. So lernt jeder Schüler innerhalb von zwei Wochen eine Woche zu Hause und eine Woche in der Schule. "Das klappt gut", sagt Händel, "wir haben keine Krankheitsfälle, der Unterricht läuft ruhiger und etwas entspannender. Die Lehrer können intensiver auf die einzelnen Schüler eingehen und gezielter lernschwächere Schüler unterstützen", schildert er. An den Testungen vor der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts habe sich "nur ein ganz kleiner Prozentteil" beteiligt, so Hänel.

In puncto Digitalisierung läuft derzeit die Ausschreibung dafür, wer die Arbeiten für die Ausstattung mit Lan- und WLAN-Technik an der Grund- sowie der Oberschule übernimmt. Am Mittwochabend haben die Stadträte Bürgermeister Volker Krönert (CDU) ermächtigt, den Auftrag sofort an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. "Wir wollen die Zeit jetzt nutzen, wo in den Schulen wenig los ist", sagt Krönert.

Insgesamt 235.000 Euro stehen der Stadt aus dem Förderprogramm Digitalpakt Schule für beide Schulen zur Verfügung. Zunächst soll die Infrastruktur hergestellt oder modernisiert werden; das Restgeld soll für Endgeräte wie Laptops und interaktive Tafeln eingesetzt werden.

"Zuletzt ging es uns so wie der Stadt Freiberg: Wir mussten 25.000 Euro Fördermittel für die Endgeräte wieder zurückgeben. Unsere Bestellung steht trotzdem. Wir hoffen, Mitte des Jahres die Geräte zu bekommen. Die Fördermittel beantragen wir nun noch einmal", erklärt Krönert. Ziel ist: mindestens ein Klassensatz für jede Schule.

Video zum virtuellen Rundgang im Internet unter:www.mittelschule-sayda.de/ unsere-schule/videos

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