Stattliche Kastanie muss Neubau weichen

Geschätzt 80 Jahre alt ist dieser Baum, der im Innenhof des Freiberger Stadt- und Bergbaumuseums noch für Schatten sorgt. Doch morgen fällt die Rosskastanie der Säge zum Opfer. Wie Andreas Böhnstedt als Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes erklärt, ist die Fällung nötig. Es wird in dem Bereich der Verbindungsbau zwischen dem Museum und den Domherrenhäusern entstehen. "Die Krone reicht bis in den geplanten Neubau. Durch die Unterkellerung und Abschachtung kann die Standsicherheit der Kastanie nicht mehr gewährleistet werden", so Böhnstedt. Dass der Baum gefällt wird, stößt manchem sauer auf. Ein Freiberger kritisiert etwa, dadurch würden die angrenzenden Anwohner ihre "kleine grüne Oase" verlieren. Und Dompfarrer Urs Ebenauer betont: "Um diese alte und bis auf den üblichen Miniermottenbefall immer noch ganz gesunde Kastanie tut es uns im Übrigen leid." Dennoch zeigt der Geistliche Verständnis: Der Baum sei nah an der Grundstücksgrenze gepflanzt und die halbe Krone auf dem Museumsareal. Ersatz für die Kastanie ist übrigens in Sicht. Laut Böhnstedt wird ein neuer Baum gepflanzt. (acr)

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