Stilles Gedenken zum 75. Jahrestag

Freiberg.

Wenn auch der Gedenkakt zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg abgesagt werden musste, so wird es dennoch kleine Akte der Erinnerung und des Gedenkens geben: in Flossenbürg wie auch einigen Außenstellen dieses KZ. Eine war in Freiberg. Hier werden Landrat Matthias Damm (CDU) und Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) am Donnerstagmittag an der Gedenktafel am BSZ "Julius Weisbach" einige Minuten innehalten, teilt die Pressestelle des Freiberger Rathauses mit. Am Schachtweg 2 erinnert ein Tagebucheintrag der 14-jährigen Zwangsarbeiterin Helga Weissová an das Leid, das das KZ brachte: "Wenn nicht irgendein Wunder geschieht, halten wir es nicht aus. Hoffentlich ist bald Schluss." Das Außenlager Freiberg existierte vom 31. August 1944 bis 14. April 1945. In mehreren Transporten waren 1000 jüdische Frauen aus dem KZ Auschwitz nach Freiberg verbracht worden. Zu dem Gedenkakt in Flossenbürg hatten sich mehr als 1000 Gäste angemeldet, darunter zwei Dutzend ehemalige Häftlinge und mehrere hundert Angehörige. (bk)


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