Streit um Dialog am Freiberger Theater

Eine Publizistin und ein Pfarrer haben am 28. März über rechte Christen diskutiert. Die AfD fühlt sich dabei angegriffen.

9Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    2
    Blackadder
    23.05.2019

    @franziskamarkzs: Nein, ich meinte diesen Vorfall von 2016:

    https://m.oe24.at/oesterreich/chronik/Identitaere-stuermen-Uni-Rektor-attackiert/239054032

    Der OB hat Diskussionen für die Zukunft untersagt. Das ist das selbe wie verboten.

  • 2
    3
    Franziskamarcus
    23.05.2019

    Blackadder, sie meinen die Veranstaltung, wo Idenditäre friedlich mit Plakat bewaffnet gestört haben und dann vom linken Mob angegiffen wurden?
    Im übrigen steht im Text, das dieser OB gar nix Verboten hat. Richtig lesen müssen sie schon und nicht mit halbwahrheiten Populismus betreiben.

  • 4
    8
    Distelblüte
    23.05.2019

    Die Veranstaltung wurde übrigens nicht verhindert, sie fand statt, und zwar mit Beteiligung einiger Vertreter der AfD, die auch in der anschließenden Diskussion zu Wort kamen.
    Der Bürgermeister hat aber sein Hausrecht als Grund vorgeschoben, um in vorauseilendem Gehorsam zukünftig derartige Lesungen/Veranstaltungen zu verbieten, um Neutralität zu wahren.
    Ich empfehle für die nächsten Lesungen dieser Art Kirchenräume zu nutzen.
    Das hat vor der Wende auch schon gut funktioniert, und der Bürgermeister hält seine Räume frei von störenden Gedanken.

  • 2
    9
    Blackadder
    23.05.2019

    @franziskamarkus: Mir fällt bei Uni nur spontan Klagenfurth in Österreich ein, wo Identitäre eine Diskussion stürmten und den Rektor verprügelten.

    Fälle, in denen ein Bürgermeister einer Einrichtung (Uni, Theater) verboten hätte, eine Diskussion stattfinden zu lassen, weil er von linken Parteien dazu genötigt wurde, kenne ich nicht. Sie können sicher mit Details dienen?

  • 10
    5
    Franziskamarcus
    23.05.2019

    Och Blackadder, in verschiedensten Unis wurden z.b.schon öfters Veranstaltungen abgesagt, gestört oder abgebrochen, weil das Thema einigen nicht gefiel oder die Diskussionsteilnehmer nicht genehm waren. Professoren bedrängt, bedroht, Teilnehmer vor Teilnahmen eingeschüchtet. Siegen, Frankfurt, Hamburg uvm..
    AfD treffen in Bremen, die Partei hat die Email der Absage öffentlich gemacht. Erschreckend. Wird natürlich nirgends thematisiert. Die linken schrecken vor nichts zurück.

  • 4
    11
    Blackadder
    23.05.2019

    @HHCL: "Wie oft sind schon von linken Gruppierungen unliebsame Diskussionen behindert oder verhindert worden? "

    Gute Frage. Können Sie die auch beantworten? In wie vielen Fällen haben Bürgermeister Diskussionsveranstaltungen untersagt, weil linke Parteien oder Gruppen sie dazu genötigt haben?

    Wenn Ihnen meine Beiträge zu einseitig sind, hindert Sie nichts daran, selbst Beispiele zu bringen.

  • 6
    5
    HHCL
    23.05.2019

    Wie oft sind schon von linken Gruppierungen unliebsame Diskussionen behindert oder verhindert worden? Hier ist es mal die AfD, in anderen Fällen sind es andere.

    Diese Methode unliebsames zu verbieten oder in irgendwelche Ecken zu stellen ist leider mittlerweile überall verbreitet und das ist für die Demokratie enorm schädlich.
    Ich stimme ihrem Beitrag ja zu Blackadder, nur ist mir das zu einseitig.

  • 12
    9
    Distelblüte
    23.05.2019

    Ich weiß nicht, @Blackadder. Getroffene Hunde bellen. In diesem ´Fall wieder einmal die AfD, die sich wohl im Thema "Die neue Rechte" wiedererkannt hat, und das nicht zu Unrecht.
    Ich habe das Buch von Liane Bednarz "Die Angstprediger" gelesen, dasThema des entsprechenden Abends in Freiberg war. Es wäre auch mein Lesetipp, um einen genaueren Blick auf die Denkmuster der neuen Rechten, ihre Werte, ihre Mechanismen der Meinungsbeeinflussung zu bekommen.
    Zweiter Buchtipp: "Inside AfD" von Franziska Schreiber. Sie trat, auch aus Protest zu ihrem eher linken Elternhaus, in die JA ein und war dort jahrelang auch eine Führungsfigur. Mittlerweile hat sie die Partei verlassen und legt in ihrem Buch und vielen öffentlichen Auftritten dar, dass die AfD, vor allem aber deren Jugenorganisation JA eher wie eine Sekte geführt wird.

    Die Bücher sind in jeder Buchhandlung zu bestellen. Noch.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das so bleiben wird, sollte die AfD einmal mehr Einfluss auf das Kulturgeschehen erhalten als sie sich jetzt schon herausnimmt.

  • 10
    12
    Blackadder
    23.05.2019

    So weit sind wir in Sachsen also schon gekommen, dass Oberbürgermeister vor der AfD einknicken und in den Spielplan von Theatern reinreden. Traurig. Und die AfD fühlt sich doch ständig angegriffen, auch wenn sie gar nicht betroffen ist.

    Im Harz macht die AfD mit einer Pressemitteilung Stimmung gegen die DAK Aktion "Bunt statt Blau" an den Schulen, weil man sich angegriffen fühlt. Hintergrund: Die Aktion will mit Kunstaktionen gegen das Komatrinken bei

    https://www.mz-web.de/sangerhausen/-bunt-statt-blau--afd-schiesst-eigentor-mit-harscher-kritik-an-schulprojekt-32577054Jugendlichen angehen.

    Nächster Fall Freital: ein AfD Abgeordneter verbreitet in den sozialen Medien, er sei in seinem Garten durch eine Brandanschlag verletzt worden. Die Wahrheit verbreitet die Polizei ein paar Tage später: der Komposthaufen war schlecht geschichtet gewesen und Gase hatten sich entzündet!

    https://twitter.com/PolizeiSachsen/status/1130702767025209344

    Ich glaube der AfD schon aus Prinzip gar nichts mehr.



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