Strengere Regeln für Brauchtumsfeuer

Neues Gesetz in Kraft: Weihnachtsbäume dürfen nicht mehr einfach verbrannt werden

Freiberg.

Seit vielen Jahren ist das Weihnachtsbaumverbrennen in Krummenhennersdorf Tradition. Doch seit diesem Jahr werden Brauchtumsfeuer generell strenger reglementiert. Weihnachtsbäume - sowie auch sämtliche andere pflanzliche Abfälle - dürfen grundsätzlich nicht mehr verbrannt werden. Darauf wies Lichtenbergs Bürgermeisterin Steffi Schädlich (Freie Wähler) hin.

Wie André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage erklärt, ist mit dem neuen sächsischen Kreislaufwirtschafts- und Bodenschutzgesetz am 22. März 2019 die Pflanzenabfallverordnung außer Kraft getreten. Damit sind Brauchtumsfeuer künftig nur dann noch genehmigungsfähig, wenn sie von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet werden und bei einer öffentlichen Veranstaltung allgemein zugänglich sind. Zudem muss es sich um eine Veranstaltung handeln, die wiederkehrend stattfindet, von kommunaler Bedeutung und bei den Einwohnern fest verankert ist sowie von vielen Bewohnern besucht wird. Ein solches Brauchtums- und Traditionsfeuer darf nur die Kommune genehmigen. Die Regeln dafür sind in den örtlichen Satzungen und Polizeiverordnungen festgelegt. Und: Es darf hier lediglich naturbelassenes, trockenes Holz verbrannt werden, heißt es aus dem Landratsamt. Abfälle dürfen zur Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Anlagen oder Einrichtungen behandelt, gelagert oder abgelagert werden. Wer dennoch pflanzliche Abfälle - vorsätzlich oder fahrlässig - verbrennt, muss mit einem Bußgeld rechnen. (cor)

1Kommentare
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  • 1
    0
    thelittlegreen
    11.11.2019

    Frage: Wenn lediglich naturbelassenes, trockenes Holz verbrannt werden darf ... ist dann das Brauchtum um die Verbrennung der Weihnachtsbäume Anfang Januar Geschichte? Würde mich freuen wenn Ihr das recherchiert.



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