Stroh und Heu in Flammen: Großeinsatz in Mulda

Mehr als 80 Einsatzkräfte haben gestern über Stunden gegen ein Feuer in der Nähe des ehemaligen Ritterguts angekämpft. Ein Landwirtschaftsbetrieb hat 80 Prozent seines Wintervorrats verloren.

Dicke Rauchwolken stiegen über der Muldaer Geleitstraße in den Himmel. Eine große Menge Stroh, Heu und Silage stand in Flammen.Fotos: Gemeinde Mulda
Mehr als 80 Einsatzkräfte mehrerer Wehren rückten in Mulda an.

Für Sie berichtet: Kerstin Pahlitzsch

Ein Großbrand auf einem Feld nahe des ehemaligen Ritterguts in Mulda hat gestern Feuerwehren aus mehreren Orten über Stunden in Atem gehalten. Gegen 7 Uhr wurden zunächst die Einsatzkräfte aus Mulda sowie den Ortsteilen Zethau und Helbigsdorf alarmiert. Am Ort des Geschehens wurde schnell klar, dass sie weitere Hilfe brauchen. "Wir haben dann die Wehren aus Dorfchemnitz, Lichtenberg, Brand-Erbisdorf und Freiberg nachalarmiert", schilderte Gemeindewehrleiter Gerd Saring die Dramatik.

Etwa 800 Ballen Stroh, Heu und Silage standen lichterloh in Flammen. Den Sachschaden schätzt Saring als "sehr hoch" ein. Der betroffene landwirtschaftliche Betrieb habe 80 Prozent seines Wintervorrates verloren, erfuhr der Feuerwehrmann auf Nachfrage.

Mehr als 80 Einsatzkräfte waren den gesamten Sonntag im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden. "Jetzt haben wir die Situation einigermaßen im Griff", teilte Gerd Saring gegen 16.30 Uhr mit. Es sei das schlimmste Feuer gewesen, das die Muldaer Wehr in diesem Jahr bisher löschen musste.

Vor Ort waren auch der Kreisbrandmeister und die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen sind keine Personen verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Aussagen über die Höhe des Sachschadens seien noch nicht möglich. Ebenso konnte die Polizei noch keine Angaben zur Brandursache machen. "Die Ermittlungen wurden aufgenommen", hieß es. Es werde auch wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt, teilte die Polizei am Montag mit.

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