Suche nach neuen Strukturen

Auszeit: Sozialarbeit bleibt weiter wichtig

Rochlitz.

Der Rochlitzer Jugendladen hat seine Türen seit Montag geschlossen. Die Schulsozialarbeiter in Rochlitz und Burgstädt können vorerst in den Bildungseinrichtungen nicht mehr arbeiten. "Wir setzen Überstunden ab oder arbeiten nach Möglichkeit von zu Hause aus", erklärt Marcel Berger, Sozialarbeiter im Jugendladen. "Aber grundsätzlich lebt unsere Arbeit ja davon, mit Menschen in Kontakt zu treten. Das heißt, wir müssen uns jetzt auch neu strukturieren und überlegen, wie wir überhaupt weiterhin tätig sein können."

Er könne sich vorstellen, in den kommenden Wochen Angebote zu entwickeln, bei denen Jugendliche beispielsweise für ältere Menschen einkaufen gehen. "Unsere Arbeit wird auch in den kommenden Wochen wichtig sein, wir müssen dafür nur die richtigen Ebenen finden."

Über Facebook und den Internetauftritt der Muldentaler Jugendhäuser bleiben die Sozialarbeiter weiterhin erreichbar, sagt Berger. "Bislang haben die Kinder und Jugendlichen das aber noch nicht großartig in Anspruch genommen, sicher muss sich jeder erst einmal in die neue Situation einfinden."

Letzteres gilt auch für Berger selbst. Als Vater von vier Kindern stehe er auch daheim vor neuen Herausforderungen. "Ein eigner Garten entlastet unglaublich", sagt Berger und lacht. "Aber wir haben auch feste Lernzeiten eingeführt. Wir werden sehen, wie das auf Dauer funktioniert. Mir war wichtig, zu vermitteln, dass das jetzt keine Ferien sind und jeder eine Verantwortung hat." (cbo)


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