Tempolimit auf Kommuneweg?

Die Straße wird während des Baus der Alten Meißner Straße von Ortskundigen als Umleitungsstrecke genutzt. Doch die Trasse ist eng.

Rothenfurth.

Ein bisschen ist das Befahren des Kommuneweges von Rothenfurth in Richtung Teichhäuser wie ein Glücksspiel. Mitunter hat man völlig freie Fahrt und braucht den Fuß kaum vom Gas zu nehmen. Dann wieder zuckelt man hinter einem Traktor her und bangt die ganze Zeit, dass hoffentlich nicht noch ein Lastwagen entgegen kommt. Denn die Straße ist sehr schmal. Zwar gibt es mehrere Ausweichstellen, aber ohne vorausschauendes Fahren und eine gewisse Rücksicht aller Motorisierten kommt es teils zu schwierigen Situationen. Um den Kommuneweg ist es auch in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses in Großschirma gegangen. Denn die Straße wird während des Baus der Alten Meißner Straße als innerörtliche Umleitungsstrecke genutzt.

UBV-Stadtrat Uwe Mehner forderte ein Tempolimit auf der Strecke. Denn die auf der Landstraße außerorts zulässigen 100 Kilometer pro Stunde seien viel zu schnell. "Man sieht auf der Straße nicht viel. Da spielen sich manchmal beängstigende Szenen ab. Das ist schlimm", sagte Mehner. Er sehe die Trasse als eine große Gefahrenquelle, weil keiner Rücksicht nehme. Der Stadtrat verdeutlichte: "Da muss keiner mit 100 km/h lang rasen."

Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) versicherte in der Sitzung des Ausschusses: "Wir werden über eine Geschwindigkeitsbegrenzung nachdenken." Und Bauamtsleiter Frank Jänich sagte Ende voriger Woche auf Anfrage von "Freie Presse": "Wir prüfen es noch." Bis gestern Nachmittag ist noch kein Tempolimit verhängt worden.

Seit Anfang Juni wird die Alte Meißner Straße von der Muldentalstraße bis zum Abzweig nach Rothenfurth ausgebaut. Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU) hat die rund 884.000 Euro teure Bauleistung an die Firma Walter Straßenbau KG mit Sitz im Striegistaler Ortsteil Etzdorf vergeben. Es ist das letzte unsanierte Teilstück der Kreisstraße. Jahrelang hatten die Anlieger um den Ausbau der äußersten maroden Piste gekämpft, die einem Flickenteppich gleicht. Während der Arbeiten sollen jetzt auch die S-Kurven beseitigt werden.

Laut einem Kreissprecher wird der 1100-Meter-Abschnitt von der Altväterbrücke gen Teichhäuser bis voraussichtlich 30. Oktober voll gesperrt. Die offizielle Umleitung führt über Großschirma und Siebenlehn.

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