Tierpark soll einen Brunnen erhalten

Die Anlage mitten in Freiberg hat eine Spende bekommen. Und durch das Geld soll sie noch schöner werden.

Freiberg.

Noch ist der Freiberger Tierpark geschlossen - wegen des heftigen Schneefalls in der vergangenen Woche haben zahlreiche Bäume Schaden genommen. "Glücklicherweise aber kam kein einziges Tier in irgendeiner Weise zu Schaden", sagte Tierparkchef Peter Heinrich. Am heutigen Montag soll die Parkanlage wahrscheinlich beräumt und danach entschieden werden, ob sie wieder geöffnet wird.

Der Mittwoch vergangener Woche sollte eigentlich ein ungetrübter Tag im Tierpark werden, mit einem Höhepunkt. Doch begann der Tag für Peter Heinrich und sein Team zunächst einmal mit großen Sorgen. Schuld daran war das Wetter. Die Schneelast, die sich vor allem auf den zahlreichen Bäumen niederließ, war im Lauf des Vormittags zu groß geworden und mit ihr die Gefahr für die Besucher. Deshalb hatte sich das Team entschlossen, den Park zu schließen. "Erst wenn der Schnee größtenteils weggetaut ist und keine Gefahr mehr besteht, kann wieder geöffnet werden", so Heinrich.

Der Höhepunkt fand trotzdem statt. Auch das dichteste Schneetreiben verhinderte nicht, dass der ehemalige Geschäftsführer des Freiberger Brauhauses, Professor Michael Eßlinger, gemeinsam mit seinem Amtsnachfolger Holger Scheich und den beiden Freiberger Bürgermeistern Sven Krüger und Holger Reuter den Weg an die Chemnitzer Straße fanden. Dort wurden sie nicht nur von Peter Heinrich, sondern auch von Tino Steglich, dem Vorsitzenden des Tierpark-Fördervereins, erwartet. Selbst Idefix, das Kult-Pony mit dem Gewichtsproblem, war dabei. Immerhin übergaben Eßlinger und Scheich insgesamt 6000 Euro an den Förderverein. Der Großteil der Summe war durch Spenden zusammengekommen, um welche Michael Eßlinger im Zuge seiner Verabschiedung aus dem Berufsleben gebeten hatte. Das Brauhaus hatte die Summe rund gemacht. "Freiberg ist mittlerweile meine Heimat und ich möchte ihr gern etwas zurückgeben", sagte Eßlinger, der 27 Jahre das Brauhaus geführt hatte.

Gebrauchen kann der Tierpark das Geld in jedem Fall, denn es liegt ein spannendes Jahr vor Peter Heinrich und seinen Mitstreitern. "Die Brauhaus-Summe verwenden wir für die Gestaltung des Mitte 2018 eröffneten Spielplatzes", so Heinrich. "Unter anderem soll das Areal mit Pflanzen und einer Umfriedung versehen werden." Neues Spielzeug hingegen kommt nicht hinzu. "Das soll immer noch ein Tierpark bleiben und kein Freizeitpark", stellte Peter Heinrich klar. "Außerdem wird der Spielplatz, so wie er ist, sehr gut von den Gästen angenommen."

Ein weiteres Projekt, dessen Umsetzung schon begonnen hat, ist der Bau eines neuen Brunnens. "Durch eine Firma wurde schon geprüft und in 40 Metern Tiefe Wasser festgestellt", erläuterte der Tierparkchef. Ist der Brunnen fertig, soll er vor allem zur Versorgung des Gänseteiches dienen. Eine Überraschung erwartet die Freunde des Tierparks außerdem im Lauf des Jahres, doch will Peter Heinrich diese noch nicht verraten.

Wenn Geld gespendet wird, so komme immer sehr schnell die Aufforderung, noch etwas Neues zu bauen. "Es muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass wir große Reparaturrückstände haben", so Heinrich. "Etwa die Damwildhütte oder die Bauten im Ziegengehege." 2019 ist auch der Freiberger Familientag im Tierpark wieder geplant, allerdings stehe der Termin noch nicht endgültig fest, erklärte der Tierparkchef.

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