Trachten, Bier und Weißwurst: Brauerei probiert neues Konzept

Erstmals lädt das Freiberger Brauhaus zum Oktoberfest. Ein Ersatz für das Brauhausfest soll es nicht sein. Im Gegenteil, sagen die Veranstalter.

Freiberg.

Noch 141 Tage sind es bis zum traditionellen Münchner Oktoberfest. Nur noch 140 Tage sind es bis zum ersten Freiberger Oktoberfest, das vom 20. bis 22. September auf der Brauereiwiese am Fürstenwald gefeiert wird.

Das Konzept: Bier und Weißwurst, Trachten und hochkarätige Prominenz stehen auf dem Plan. "Wir bemühen uns, es ans Original ranzubringen", sagt Holger Scheich, Geschäftsführer der Eventfirma Gastro-Service-Mittelsachsen, die das Fest gemeinsam mit dem Freiberger Brauhaus auf die Beine stellt. Wie auf der Wiesn in München soll ein großes Festzelt Dreh- und Angelpunkt sein. Darin gibt es drei Bereiche - die Kapellwiese, den Hopfenstadl und die Mälzerei, in denen für Freitag-, Samstag- und Sonntagabend jeweils Tische samt Mindestverzehr reserviert werden können. So kostet beispielsweise ein Tisch auf der Kapellwiese für zehn Personen mit Verzehrbon 270 Euro. Insgesamt finden etwa 1500 Personen Platz. "In Trachten zu kommen, ist natürlich sehr erwünscht", betont Scheich.


Das Bier: An jedem Abend soll jeweils ein Fass Bier frisch angestochen werden. Bier wird klassisch als Maß ausgeschenkt. Ob es ein spezielles Wiesn-Bier gibt, steht noch nicht fest.

Die Musik: Passend zum Thema Oktoberfest haben die Macher drei Alpenmusiker gebucht. Am Freitagabend steht die österreichische Musikerin und Entertainerin Antonia aus Tirol auf der Bühne, am Samstag ist der Stimmungsmacher Lorenz Büffel ebenfalls aus Österreich zu Gast. Sonntag ab 16 Uhr heizt Pop- und Schlagersänger DJ Ötzi die Stimmung an. Zudem ist die Band Die Alpenbanditen abends dabei. Am Samstag, 12 bis 17 Uhr gibt es böhmische Blasmusik, am Sonntag, 10 bis 15 Uhr treten De Erbschleicher auf.

Das Gelände: Um das Festzelt ringsherum soll es Schausteller geben; auch ein Riesenrad soll aufgebaut werden. Tagsüber kann jeder kommen und sich auch ins Zelt setzen; der Eintritt ist frei. Besucher können einen kostenlosen Shuttle-Service aus der Innenstadt zum Brauhaus nutzen.

Der Frühschoppen: Am Sonntag, 10 bis 15 Uhr sind alle Vereine zum Vereinsfrühschoppen eingeladen. Gerd Zimmermann moderiert das traditionelle Treffen auf witzige Art.

Das Brauhausfest: "Das Oktoberfest soll kein Ersatz für das Brauhausfest sein", betont Frank Rehagel, Marketingleiter im Brauhaus. "Das Thema ist anders, die Musik ist anders, das Konzept ist anders." Dass in diesem Jahr das Brauhausfest ausfällt, hänge mit der Bierproduktion zusammen. "Zum einen werden neue Kästen angeschafft, die die Komplexität auf dem Hof um ein Vielfaches erhöhen. Zum anderen verhindert das neu eingeführte Lager- und Verwaltungssystem, dass das umfangreiche Leergut auf dem Hof der Brauerei rechtzeitig beräumt werden kann", informierte Andrea Berndt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, bereits im Februar.

Das 25. Brauhausfest soll nächstes Jahr gefeiert werden, versichert Rehagel. Je nachdem, welche Resonanz es auf das neue Format Oktoberfest gebe, könnten die beiden Feste künftig auch stets abwechselnd anstehen, blickt er voraus.

Seit drei Jahren wird über ein Oktoberfest diskutiert, so Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos). Er weiß, wie viel Arbeit und Geld in solch einem Fest steckt. "Aufgrund der Hochkarätigkeit wird so ein Fest mit Laufkundschaft allein nicht funktionieren", sagte er am Donnerstag beim Probe-Fassanstich. Als kostenfreies Volksfest habe Freiberg das Bergstadtfest. Das Oktoberfest sei ein zusätzliches Angebot für die Freiberger und die Menschen aus dem Umland, "das finden wir als Stadt richtig gut". Er zeigte sich optimistisch, dass dorthin noch dieses Jahr ein Radweg gebaut wird.

Die Tickets: Ab Montag können Tische reserviert und Karten gekauft werden.

freiberger-oktoberfest.de

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    0
    Chillinger
    03.05.2019

    Juhu, Trachten-Fasching endlich auch in Freiberg. Wohl mit herbem Pils statt süffigem Märzen. Dazu stillose Einweg-Dirndl aus China. Puuh...



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