Traditionelle Sammelaktion beginnt heute

Durch "Weihnachten im Schuhkarton" erhalten Kinder in Osteuropa ein Geschenk. Heute beginnt die Aktion.

Freiberg.

Bis Weihnachten ist noch etwas Zeit. In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Freiberg wurden jedoch schon jetzt erste Päckchen für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" beklebt. Die Geschenke werden an Kinder in Polen, Moldawien, Rumänien, Weißrussland und der Slowakei verteilt, sagt Ina Großer vom Organisationsteam. "Es gibt immer noch Kinder, die noch kein Geschenk bekommen haben, obwohl die Aktion schon seit 20 Jahren durchgeführt wird", fügt Patrick Oettel hinzu.

In jedem Jahr werden die Geschenke an Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren verteilt. Und jährlich erhalten andere Kinder die Päckchen. Die Baptistengemeinde beteiligt sich bereits zum 17. Mal als Annahme- und Sammelstelle von "Weihnachten im Schuhkarton", einer Aktion des Berliner Vereins Geschenke der Hoffnung.

Im letzten Jahr wurden insgesamt 402.360 Mädchen und Jungen beschenkt. Die Päckchen werden unter anderem von christlichen Gemeinden in den USA, Australien, Österreich, der Schweiz und Deutschland gepackt. Die deutschen Päckchen werden vom Zentrallager in Berlin aus in hauptsächlich osteuropäische Länder verteilt und von Kirchgemeinden vor Ort an bedürftige Familien ausgegeben.

"Ich mache bei der Aktion mit, um anderen Kindern eine Freude zu machen", sagt Johanna Dietrich aus Großschirma. Die 20-Jährige hilft dem Team der Baptistengemeinde auch beim Sortieren der Inhalte. "Mir macht es Freude, die Sachen für die Päckchen zu kaufen", sagt ihre Schwester Lea. Die Elfjährige betont: "Ich hoffe, dass viele Leute Päckchen packen für Kinder, die nicht so oft etwas geschenkt bekommen".

Der Inhalt der bunt beklebten Schuhkartons sollte aus einer Mischung von Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug, Süßigkeiten - außer Gummitieren - und Schulsachen bestehen und nach Alter sowie Geschlecht getrennt werden. Gebrauchte und kaputte Gegenstände, insbesondere bei Kleidung, sind unerwünscht. "Entscheidend ist, dass die Kartons liebevoll gepackt werden, es geht nicht um die Menge, sondern um den Inhalt", betont Patrick Oettel. "Mich bewegt, was ein kleiner Karton bewirken kann. Das hat manchen sein Leben verändert", fügt der 25-Jährige hinzu.

Die Päckchen können von heute bis 15. November in der Baptistengemeinde, Chemnitzer Straße 41, mittwochs von 16 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr abgegeben werden. Zudem nimmt die Jakobikirche in der Dresdner Straße 3 am 10. November von 10 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr und am 15. November in der Beutlerstraße 5 von 16 bis 18 Uhr die Päckchen an. www.geschenke-der-hoffnung.org

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