Trommelwirbel: Schüler begrüßen Fördergeld aus Dresden

Insgesamt 1,5 Millionen Euro schießt der Freistaat für den Anbau der Grundschule Brand-Erbisdorf zu. Grund zu feiern nach langen Jahren des Wartens.

Brand-Erbisdorf.

Im Frühjahr soll es endlich losgehen: Die Grundschule Brand-Erbisdorf wird erweitert. Wenn es nach Plan läuft, soll der Anbau ab Schuljahr 2021/2022 voll nutzbar sein.

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin wurde am Mittwochmorgen gesetzt: Herbert Wolff, Staatssekretär im sächsischen Kultusministerium, hat Stadt und Schulleitung zwei Fördermittelbescheide überreicht. Insgesamt unterstützen Bund und Land den knapp 3 Millionen Euro teuren Bau mit 1,52 Millionen Euro Fördergeld. Das sei ein "eindeutiges Signal", so Wolf. "Vorrang hat beste Bildung. Deshalb unterstützen wir den Anbau", sagte er sichtlich beeindruckt von den Darbietungen der Schüler, die sich mit den Lehrern auf diese Feierstunde vorbereitet hatten. Die Schüler spielten Akkordeon, sangen Lieder, trugen Gedichte vor, trommelten im Rhythmus von "I like to move it" auf knallroten Gymnastikbällen, spielten Rockmusik auf der Melodica und sorgten für wippende Anzugschuhe, als der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms inszeniert wurde. Auch die selbstbewusste Moderation von Viertklässlerin Herma machte Eindruck.

So freudig die Stimmung war, so ernst ist das Platzproblem an der Schule: Lernten 2007 noch 245 Schüler in 12 Klassen, sind es heute 355 Schüler in 15 Klassen. Für Gruppenarbeit und Freiarbeit nutzen die Kinder Flure und Treppenhäuser. "Das funktioniert gut, ist aber keine Ideallösung", so Schulleiterin Ina Tippner, die der Stadtverwaltung seit zehn Jahren in den Ohren liegt, dass mehr Platz geschaffen werden muss. Im August 2018 fiel der Grundsatzbeschluss zum Anbau.

Der Entwurf sieht einen viergeschossigen Anbau in Stahlbetonbauweise mit einem zweiten Werkraum, einem zweiten Computerzimmer, acht weiteren Klassenräumen und einem Aufzug vor. Ursprünglich war der Bau für 2019/20 avisiert. Doch die erste Planung musste überarbeitet, die Klassenräume großzügiger, dafür die Vorbereitungsräume kleiner geplant werden. Das wiederum hatte zur Folge, dass die Förderanträge ein zweites Mal gestellt werden mussten.

Lehrer, Schüler und auch die Hortleitung freuen sich sehr auf den Anbau und die verbesserten Lern- und Lehrbedingungen. Vor dem Durchbruch im Altgebäude graut es Tippner allerdings. Denn: Der Bau soll bei laufendem Schulbetrieb erfolgen.

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