Turmfalken: Polizei ermittelt

Im Fall der ausgesetzten Küken hat das Freiberger Tierheim jetzt Anzeige erstattet.

Freiberg.

Wegen der ausgesetzten Turmfalkenküken und des Turmfalken-Eis hat das Tierheim Freiberg inzwischen eine Internetanzeige erstattet. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen. Das bestätigte Andrzej Rydzik von der Polizeidirektion Chemnitz am Freitag auf Anfrage von "Freie Presse". "Der Verdacht eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz steht im Raum." Näheres konnte er noch nicht sagen. Turmfalken sind streng geschützt.

Am 2. Juli wollte ein jüngerer Mann, begleitet von seinem Sohn und einem älteren Mann, im Tierheim drei noch mit Flaum bedeckte Turmfalken und ein Ei abgeben. Er sagte, er habe das Dach seiner Gartenlaube repariert und das Gelege erst danach entdeckt. Regina Otto schickte ihn zur Wildvogelpflege Mittelsachsen in Langenau. Doch kurz darauf entdeckte sie Küken und Ei im Kofferraum ihres Autos. Eine Tierheimmitarbeiterin brachte die Tiere nach Langenau, wo sie jetzt betreut werden. Laut Joachim Schuth vom Nabu Sachsen drohen dem Laubenbesitzer eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro.

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