Umfrage: Kinder im Umland wünschen sich mehr Spielplätze

Den Jüngsten ausreichend Möglichkeiten zum Austoben bieten - dafür haben die Kommunen im Raum Freiberg ganz unterschiedliche Ansätze.

Großschirma.

In der nicht repräsentativen Umfrage der "Freien Presse" zum Thema "Wie lebt es sich im Freiberger Umland?" ist mehrfach auch der Wunsch nach mehr Spielplätzen für Kinder geäußert worden. Die Gemeinden verfolgen dabei unterschiedliche Konzepte, wie eine Nachfrage in den Rathäusern zeigt.

Naturverbundenheit: "Die Natur ist der schönste Spielplatz" - dieses Motto gilt nach Ansicht von Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) vor allem in den kleineren Ortschaften. Aktuell laufen Gespräche, im angedachten Generationentreff "Unterm Apfelbaum" am Sportplatz in Siebenlehn auch Spielmöglichkeiten einzurichten. Zudem plane der Seifersdorfer Heimatverein Perzebach, Spielgeräte an der Neuen Schule, einem einstigen Schulgebäude, aufzustellen. Insgesamt aber hält sich die Stadt mit dem Neubau von Kinderspielplätzen zurück. "An jeder Schule und Kita bei uns gibt es bereits entsprechende Flächen", so Schreiter.


Kooperation: Der Gemeinde Halsbrücke ist es in Zusammenarbeit mit dem Sachsenforst gelungen, ein besonderes Angebot zu schaffen: der Waldspielplatz in Hetzdorf hat Abenteuerflair. Zudem gibt es nach den Worten von Bürgermeister Andreas Beger (CDU) "in jedem zentraleren Ortsteil einen Spielplatz - in der Regel im Zusammenhang mit einem kommunalen Objekt." Die Plätze würden regelmäßig überprüft, zudem modifiziere die Gemeinde jedes Jahr eine Anlage. So liefen aktuell Planungen, das Außengelände der Kita in Halsbrücke neu herzurichten, und auch an der ehemaligen Schule in Conradsdorf seien Spielmöglichkeiten vorgesehen. Der Rathauschef beobachtet bei der Gestaltung einen Trend: "Der Faible für Holz geht zurück, Metallgeräte kommen wieder stärker in Mode - die sind auch langlebiger."

Sparsamkeit: Die Finanzlage der Gemeinde Reinsberg erlaube leider auch bei Spielplätzen keine großen Sprünge, bedauert Bürgermeister Bernd Hubricht. "Wir hoffen, dass wir die geplante Sanierung des Spielplatzes in Dittmannsdorf stemmen können", nennt der CDU-Politiker ein Beispiel. Für die Anlage am Feuerwehrdepot in Burkersdorf werde ein neues Spielgerät benötigt, auch der künftige Dorfplatz in Bieberstein solle ein Magnet für groß und klein werden. Die Spielplätze an der Grundschule in Neukirchen, dem Campingplatz in Reinsberg und in Hirschfeld befänden sich in einem soliden Zustand, urteilt Hubricht.

Öffentlichkeit: Die Gemeinde Oberschöna ist nach Ansicht von Bürgermeister Rico Gerhardt (CDU) bei Spielplätzen gut aufgestellt: "Wir öffnen die Anlagen an den Einrichtungen für die öffentliche Nutzung." Dafür habe der Gemeinderat erst kürzlich auch eine Benutzungsordnung erlassen. Prunkstück sei der Spielplatz an der Grundschule, der vor einigen Jahren für rund 200.000Euro hergerichtet worden sei.

Mithilfe: In der Gemeinde Bobritzsch- Hilbersdorf engagieren sich die Einwohner laut Bürgermeister Volker Haupt (CDU) sehr für Spielplätze. In Sohra haben der örtliche Heimatverein und die Feuerwehr einen Spielplatz gestaltet und kümmern sich auch um die Anlage. Dafür nutzen sie auch Spendengelder. "Und wir als Gemeinde geben Unterstützung", sagt Haupt. In Niederbobritzsch kann ein privater Spielplatz öffentlich genutzt werden. Darüber hinaus gibt es laut Bürgermeister Haupt in der Gemeinde kommunale Spielplätze in Hilbersdorf, Naundorf und Niederbobritzsch.

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