Unter neuem Solarpark bei Oberreichenbach sollen Schafe weiden

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Für die private Anlage hat der Stadtrat nun den Entwurf gebilligt. Bedenken gibt es, ob die Schafe überhaupt genügend Platz haben.

Brand-Erbisdorf.

Auf einer Fläche von reichlich 35 Hektar plant ein Entwicklungsträger aus dem bayerischen Rugendorf in Oberreichenbach eine Anlage zur regenerativen Energiegewinnung. Der große Solarpark soll am Rand des Brand-Erbisdorfer Stadtteils entstehen. Die Investoren der Photovoltaik-Anlagen wollen den Strom ins öffentliche Netz einspeisen.

Der Brander Stadtrat hat in dieser Woche beschlossen, den Vorentwurf zum Bebauungsplan öffentlich bekanntzumachen. Dies wird laut Stadtverwaltung voraussichtlich im September erfolgen, weil Fristen einzuhalten seien. Dann können Anwohner, Verbände und weitere Betroffene Meinungen und Einwände zu den Planungen äußern. Ziel ist es, so erklärte Bauverwaltungschef Dierk Schülke im Stadtrat, Jahresende den Entwurf zu beschließen.

Bereits im Mai hatte sich der Stadtrat zum Bauvorhaben an sich bekannt. Entstehen soll der Solarpark vornehmlich auf privaten Flächen. Anwohner sollen laut Dierk Schülke über ein Finanzierungsmodell bevorzugt am Solarpark beteiligt werden. Ein Bürgerkraftwerk sei jedoch nicht möglich, da es sich um eine private Anlage handele. Die Investoren wollen eine Doppelnutzung des Solarparks. So dienen die Anlagen zur Stromgewinnung, die Fläche unter den Paneelen soll landwirtschaftlich als Schafweide genutzt werden.

Dafür jedoch erschien Stadtrat Mirko Espig (CDU) die Bauhöhe der Paneele mit laut Entwurf geplanten 80 Zentimetern zu niedrig. "Meiner Meinung nach müsste sie bei einer solchen Doppelnutzung sicher 1,50Meter Höhe betragen", gab der Stadtrat zu bedenken. Dierk Schülke versprach, die Anregung der Firma zu unterbreiten. "Wir wissen aber, dass Firmenvertreter mit dem Schäfer im Gespräch sind", erklärte Brand-Erbisdorfs Oberbürgermeister Martin Antonow. Der Stadtrat stimmte der Veröffentlichung des Planentwurfs mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu.

Laut dem Unternehmen Mitnetz gibt es in Mittelsachen knapp 6000 Photovoltaikanlagen. Damit "könnten rechnerisch 112.000 bis 168.000 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden", so das Unternehmen.

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