Verein ruft zum stillen Gedenken auf

Keine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag

Freiberg.

Anlässlich des Holocaustgedenktags, der am heutigen Mittwoch international begangen wird, erinnert der Freiberger Zeitzeugnisverein: Auch in und um Freiberg gab es zahlreiche Menschen, die vom NS-Regime verfolgt, ausgebeutet und ermordet worden sind. "Neben den rund 1000 jüdischen Frauen, die im Freiberger KZ-Außenlager erniedrigt wurden, gehören Juden der Stadt, deren Existenzgrundlage aus im Rassismus begründeten Hass entzogen wurden, sowie alle Andersdenkenden, die durch das NS-Regime ausgegrenzt, vertrieben und getötet worden sind zu den Holocaust-Opfern der Stadt", sagt Anna Engel vom Freiberger Zeitzeugnisverein.

Da pandemiebedingt in diesem Jahr keine Veranstaltung stattfinden kann, ruft der Verein dennoch zum Gedenken auf. "Der 27. Januar ist ein Tag der Mahnung, aber auch der Hoffnung, dass solche Schrecken nie wieder Platz finden werden in einer demokratischen Gesellschaft voller Toleranz, Mitgefühl und einem respektvollen Miteinander", betont Anna Engel. Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde im Jahr 2005 eingeführt. Er erinnert an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Der Freiberger Zeitzeugnisverein erforscht die Regionalgeschichte, insbesondere die jüdische Vergangenheit und die Ereignisse im 20. Jahrhundert. Unter dem Motto "Zukunft bedarf der Herkunft und der Erinnerung" will der Verein das Bewusstsein zur Geschichte Freibergs fördern. (esaw)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Juri
    27.01.2021

    Danke FP für diese Zeilen. Sie sind, auch über den heutigen Tag hinaus, Signal und Zeichen für Menschenliebe und Barmherzigkeit.
    Nein, wir dürfen diese Verbrechen niemals vergessen.
    Vor allen unsere jungen Menschen müssen wissen auf was in einer Demokratie ganz besonders geachtet werden muss.
    Alles was sie sich für ihr Leben wünschen und erreichen möchten, ist in einem Zustand gegründet; im Frieden. Den gibt es nur in einer Demokratie, auch wenn das sehr oft anstrengt und er gilt allen Menschen.