Von Hochbeet bis Kletterwand

Ein Student hat einen Spielgarten für die Kita in Rechenberg-Bienenmühle entworfen. Die Kinder hoffen, dass er schnell wahr wird. Nun liegt das Projekt bei der Gemeinde.

Rechenberg-Bienenmühle.

Hochbeet, Wildblumenecke, Weißtannen oder Vogelbeeren und Geräte für ein spannendes Spiel und den Sport: In den nächsten zwei bis drei Jahren soll der Spielgarten der Kindertagesstätte "Sonnenschein" in Rechenberg-Bienenmühle neu gestaltet werden.

Auf den rund 1500 Quadratmetern im Außengelände des Kinderhauses, das von der Volkssolidarität Freiberg betrieben wird, kann somit das Konzept der Einrichtung noch besser umgesetzt werden, sagt Leiterin Anke Baumgartner.

Schließlich können die Mädchen und Jungen auf einer Aussichtsplattform, an einer Kletterwand, auf einem kleinen Hügel, im Tunnelsystem, an Kletterstange und Balancierpfad im Abenteuerwald ihre Phantasie beim Spielen freien Lauf lassen.

Den Entwurf für das neue Außengelände hat Student Richard Nowak aus Dresden gestaltet. Er war schon mehrfach in der Kindertagesstätte und hat mit den Erzieherinnen umfangreiche Vorgespräche geführt.

Der gebürtige Oberlausitzer studierte an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und hat über die Gestaltung des Gartens für die Einrichtung seine Bachelor-Arbeit geschrieben. Das Thema lautete "Naturnahe Freiraumgestaltung an den Kindertagesstätten an Hand der Kita in Rechenberg-Bienenmühle". Nun hat er das Projekt in der Turnhalle des Erzgebirgsortes vorgestellt. Auch der ihn betreuende Professor, Cornelius Scherzer war in Rechenberg-Bienenmühle dabei. Alle Erzieherinnen, Eltern und Nachbarn der Kita, die Kinder, aber auch Bürgermeister Michael Funke hörten den Vortrag des Studenten.

"Die Zusammenarbeit mit der Kita, die inzwischen reichlich ein Jahr besteht, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Alle Beteiligten sind sehr aufgeschlossen und die Erzieherinnen haben sich mit vielen Ideen eingebracht. Nun müssen die nächsten Schritte eingeleitet werden" sagte Richard Nowak. Auch wenn er die nächsten zwei Jahre ein Studium der Landschaftsarchitektur in Erfurt angeht, werde er für die Realisierung gern ins Erzgebirge zurückkehren, so der 24-Jährige.

Die nächsten Schritte für den neuen Garten liegen nun auf dem Tisch von Bürgermeister Michael Funke und beim Kita-Träger Volkssolidarität Freiberg. "Ich habe die konkreten Pläne von Richard Nowak gehört und freue mich, dass dieser Spielgarten eine ganz neue Ausrichtung erhalten soll. Nun muss das Projekt in den Gemeinderat, und auch die Bürger sollen umfassend informiert werden", so Funke.

Die Kinder der Tagesstätte können es indes kaum erwarten, bis der Garten fertig ist. "Ich als Leiterin bin begeistert von den Plänen. Wir Erzieher müssen zurzeit viele Fragen von unseren Mädchen und Jungen zu dem Spielgarten beantworten und dabei immer wieder erklären, was wo hinkommen soll und wann es nun endlich losgeht", sagt Anke Baumgartner. Erzieher und Träger freuen sich nach ihren Worten auf diese Neugestaltung des Geländes. Alle hofften, dass es bald losgeht und das umgesetzt werden könne, was Richard Nowak für das Kinderhaus geplant habe.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.