Von Schulhofprojekt bis Brachen-Abriss

Nach der Sanierung der Gimmlitzbrücke im vorigen Jahr geht die Gemeinde Lichtenberg in diesem Jahr neue Projekte an. Die sind nicht weniger wichtig.

Lichtenberg.

Von winterlicher Trägheit ist im Rathaus der Gemeinde Lichtenberg nichts zu spüren. Hier wird gearbeitet - aber nicht nur in der Verwaltung. Das Büro von Bürgermeisterin Steffi Schädlich (Freie Wähler Mittelsachsen) ist ausgeräumt, der alte Fußboden wurde entfernt und Handwerker machen sich daran, den Raum zu renovieren.

"Seit 23 Jahren sind wir in diesem Gebäude, da wurde es Zeit, dass grundlegend etwas gemacht wird", sagt Steffi Schädlich, die für die Zeit der Bauarbeiten ihren Arbeitsplatz im großen Sitzungssaal hat. "Schon seit dem vergangenen Jahr wird Raum für Raum auf Vordermann gebracht." Doch ist dies nicht das wesentlichste Projekt, das die Gemeinde im Jahr 2019 beschäftigen wird. Nachdem im vergangenen Jahr mit der Sanierung der Gimmlitzbrücke, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in der Gemeinde, endlich ein ganz großer Brocken aus dem Weg geräumt werden konnte, stehen nun neue Aufgaben an. "Freie Presse" gibt einen Überblick.

Christoph Ulrich

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Fußweg 1: Im Zusammenhang mit der letzten Maßnahme zur Beseitigung von Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 wird im Sommer ein Fußweg in Lichtenberg entlang der Dorfstraße vom Restaurant "Akropolis" bis zur Siedlung des Friedens auf einer Länge von 290 Metern gebaut. Die Hochwassermaßnahme, ein Durchlass unter der Alten Dorfstraße und eine Verrohrung entlang der Dorfstraße, muss bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. Den Fußweg hofft man ebenfalls bis dahin fertigstellen zu können.

Fußweg 2: Seit Jahren, so gesteht Steffi Schädlich, sei sie mit dem Versprechen, für einen Fußweg entlang der Hauptstraße im Ortsteil Weigmannsdorf zu sorgen, im Wort. Nun könne das Vorhaben endlich umgesetzt werden. Wie auch der Fußweg in Lichtenberg wird dies dadurch ermöglicht, dass die Gemeinde die jährlichen 70.000 Euro Zuwendungen vom Freistaat für den notwendigen Eigenanteil nutzt. "Bereits beim Ausbau der Hauptstraße 2003 sind die Hochborde gesetzt worden, damit jederzeit ein Fußweg gebaut werden kann", erzählt Schädlich. Im Sommer ist der Baubeginn für die Arbeiten, die sich auf einer Strecke von 1450 Metern vom Gasthof Weigmannsdorf aus in Richtung Lichtenberg erstrecken werden.

Schulhof: An der Neugestaltung des Schulhofs der Lichtenberger Grundschule haben sogar die Schüler selbst mitgewirkt. Nicht alle ihre Wünsche konnten in das Projekt einfließen, doch wird mit der Umsetzung begonnen, sobald die Witterung es zulässt. "Und spätestens zum Kindertag am 1. Juni soll alles fertig sein", so die Bürgermeisterin. Es wird der Untergrund erneuert und zu den wiederverwendbaren Spielgeräten gesellen sich neue Module hinzu. Rund 142.000 Euro werden dafür in die Hand genommen. Überhaupt will sich die Gemeinde in diesem Jahr um ihre Spielplätze kümmern und die vorhandenen nach Möglichkeit etwas aufhübschen.

Brachen und Ruinen: Ein Ergebnis des im vergangenen Jahr vorgestellten Dorfumbauplanes ist der Auftrag an die Verwaltung, dafür zu sorgen, dass brachliegende Grundstücke oder Bauruinen als Schandflecke verschwinden und die Areale einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. "Schon 2018 haben wir dafür einiges angeschoben", sagt Steffi Schädlich. Sie hoffe, dass man bald auch für jedermann sichtbar tätig werden kann.

Dorfstraße: Die Dorfstraße in Lichtenberg soll zwischen dem Abzweig Burkersdorf und dem Seniorenheim ab dem Jahr 2020 saniert werden. Das erfordert eine genaue Vorbereitung, der sich die Gemeindeverwaltung in diesem Jahr schon intensiv widmet. "Die Sanierung wird dann bestimmt in mehreren Bauabschnitten erfolgen", erläutert Steffi Schädlich. Das dafür bislang vorliegende Grundkonzept wird derzeit überarbeitet und konkretisiert, um auf seiner Grundlage die entsprechenden Fördermittel beantragen zu können.

Wahlen: Mit den Wahlen zu den Kommunalparlamenten und dem Europaparlament am 26. Mai sowie der Landtagswahl am 1. September ist auch für die Gemeinde Lichtenberg ein hoher Aufwand verbunden. Ein Aufruf an die Einwohner, sich als Wahlhelfer zu melden, sei schon ergangen, doch blieb die Resonanz bislang verhalten. "Wir haben jetzt noch einige Bürger angeschrieben und hoffen, dass sie sich melden", sagt die Bürgermeisterin, die gespannt auf die nächste Legislatur ist. "Ich habe mit dem jetzigen Gemeinderat sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet", so Schädlich. Den kommenden möglichen Veränderungen sieht sie aber mit Interesse entgegen.

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