Vor allem Berufstätige positiv getestet

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Inzidenz 878: Die Corona-Neuinfektionen in Brand-Erbisdorf sind hoch. Doch Landkreis und Stadt relativieren - bezogen auf die Anzahl der Einwohner.

Brand-Erbisdorf/Freiberg.

Mit 82 Corona-Neuinfektionen in der Vorwoche schnellte der Inzidenzwert in der Stadt Brand-Erbisdorf auf 878 - berechnet auf die Fälle von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Damit verzeichnete die Stadt in Mittelsachsen den höchsten Wert, sie hat 9337 Einwohner. In der Gemeinde Eppendorf lag der Wert im selben Zeitraum bei 687 (28 Neuinfektionen/4075 Einwohner), in Sayda bei 629 (11 Neuinfektionen/1750 Einwohner). Die Ursachen für den Anstieg der Infektionen in Brand-Erbisdorf erklärt eine Landkreissprecherin damit, dass "in kleinen Gemeinden schon wenige Infektionen zu einer sehr hohen Inzidenz führen können". Demnach war ein Pflegebetrieb von Neuinfektionen betroffen. Das Gesundheitsamt habe keine Einrichtungen geschlossen. "Generell verteilen sich die Fälle auf alle Altersgruppen", so die Sprecherin.

Brand-Erbisdorfs Oberbürgermeister Martin Antonow betrachtet die hohe Inzidenz nicht als "alarmierend, wohl aber als anstrengend", sagt er. Sie bilde als Raum-Zeit-Koeffizient die niedrige Einwohnerzahl ab. Unter den Neuinfizierten sind nach seinen Worten speziell Berufstätige in den Altersgruppen 30 bis 60 Jahre. Dennoch sei nicht jede betroffene Person auch tatsächlich an SARS-CoV-2 erkrankt, so der OB.

Derweil wurden seit dem Start am 16. Mai im durch das DRK Freiberg geführten Testzentrum in Brand-Erbisdorf bisher insgesamt 2724 Personen getestet, davon 16 positiv. Die Ergebnisse würden in den Heimatorten der Getesteten registriert, nicht in Brand-Erbisdorf, wie DRK-Sprecherin Simone Röstel sagt. So lasse sich der hohe Inzidenzwert in der Bergstadt nach ihren Worten auch nicht auf die positiven Fälle im Testzentrum zurückführen. "Es gibt ein strenges Hygiene- sowie Testkonzept. Eine Ansteckung von Personen untereinander ist aufgrund der Vorkehrungen unwahrscheinlich", sagt sie. Das Testzentrum erfahre viel Zulauf, zwischen 100 und 220 Menschen nutzten in der Regel täglich das kostenfreie Angebot während der Öffnungszeiten montags bis samstags. Lediglich sonntags ist geschlossen.

Das DRK stelle stets zwei ausgebildete Tester pro Dienst. Dazu kämen zwei Helfer in der Dokumentation. Einem Aufruf nach Unterstützung im Zentrum waren im März eine Reihe Bürger aus Brand-Erbisdorf gefolgt. "Wir haben ein Team aus sieben Testern sowie neun Doku-Helfern, mit denen wir das Angebot realisieren können", so Simone Röstel.

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