Wald bei Lichtenberg erneut geschädigt

Noch können die Revierförster das Ausmaß von "Eberhard" nicht genau beziffern. Eine erste Einschätzung liegt aber vor.

Lichtenberg.

Mit etwa 25.000 Kubikmetern Schadholz in den staatsforstlichen Waldrevieren Mittelsachsens rechnet der Forstbezirk Marienberg nach dem Sturm "Eberhard", der Sonntagabend und -nacht über der Region tobte. "Das ist eine erste Einschätzung", resümiert Thomas Köhler, Sprecher der Behörde. Etwa die Hälfte der Schäden sei in den Revieren Freiberg und Lichtenberg zu verzeichnen, der Schwerpunkt liege bei Lichtenberg.

Im Kammbereich kamen zu Wochenbeginn zusätzlich Belastungen durch nassen Neuschnee hinzu. Die Auswirkungen seien noch nicht abschätzbar, weil der Schneefall längere Zeit anhielt. "In Höhenlagen über 600 Meter fielen zwischen fünf und zehn Zentimeter Schnee", so Köhler. Zunächst müssten nun die Waldgebiete wieder erschlossen und das Schadensmaß begutachtet werden. Danach werde das Holz aufbereitet.

"Die Waldbesucher sollten beachten, dass lokale Sperrungen in den Wäldern einzuhalten sind", sagt Thomas Köhler. In Gefahrengebieten sollten die Wege nicht verlassen werden, denn hängende Äste wie auch nicht mehr fest stehende Bäume könnten stürzen. Das sei mit Lebensgefahr verbunden. "Mit lokalen Sperrungen muss immer gerechnet werden, insbesondere, wenn die Aufbereitung des Holzes angelaufen ist", erklärt er. Das werde je nach Verfügbarkeit von Unternehmern mehrere Revierteile gleichzeitig betreffen, ohne dass dies langfristig angekündigt werden könne.

Zum Forstbezirk Marienberg gehören im Landkreis Mittelsachsen die Staatsforstreviere Rechenberg, Rauschenbach, Lichtenberg, Neuhausen, Freiberg.

Glücklicherweise geringe Schäden habe "Eberhard" in den Erzgebirgsorten hinterlassen, wie vom Bürgermeister aus Neuhausen zu erfahren war. "Im Gemeindewald sind zwar Bäume umgestürzt, aber nicht großflächig", sagt Peter Haustein. Allerdings sei die Staatsstraße 207 zwischen Sayda und Neuhausen von Sonntagabend bis Montagmorgen gesperrt gewesen. "Dort mussten die Feuerwehren umgestürzte und angebrochene Bäume beseitigen", sagt Haustein. Vom Neuwernsdorfer Weg wurde zudem ein umgebrochener Baum beseitigt. Von geringen Sturmschäden an städtischen Objekten sprach auch Frauensteins Bürgermeister Reiner Hentschel. Die Feuerwehr habe jedoch in Burkersdorf und Dittersbach ausrücken müssen.

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