Warum die Hoffnung Flügel hat

Seit mehr als zehn Jahren leisten Mathias und Mandy Glass aktive Hilfe in Papua-Neuguinea. Ihre Mission stellt sie oft vor Herausforderungen. Darüber wollen sie in Cämmerswalde berichten.

Cämmerswalde.

Noch bis zum 14. März sind Mathias und Mandy Glass in ihrer alten erzgebirgischen Heimat, ehe sie die 13.000 Kilometer zurück nach Papua-Neuguinea fliegen. Dort bringt Matthias Glass Lebensmittel, Medikamente und Baumaterialien in entfernte Buschdörfer oder übernimmt Krankentransporte in der Luft. Er ist seit 13 Jahren als Flugkapitän bei dem Internationalen Missionsflugdienst Mission Aviation Fellowship (MAF) beschäftigt. Seine Frau Mandy Glass kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Doch bevor es zurückgeht, kommen beide zum Fliegerstammtisch nach Cämmerswalde, um über ihre Arbeit zu berichten.

In den vergangenen zwei Jahren habe sich bei ihnen viel getan, erklären sie. So will Mathias Glass über seine Umstellung auf eine neue, moderne Cessna Caravan C 208 berichten. Inzwischen bestehe die Flotte aus neun neuen Flugzeugen dieses Typs. Ende vergangenen Jahres wurde das in einer Personalkonferenz mit den 100 einheimischen Mitarbeitern in der Wahlheimat MT. Hagen in Papua-Neuguinea würdig gefeiert.

"Unsere Flugzeuge parkten an diesem Tag im Kreis mit der Nase nach außen. Das sollte unsere Mission symbolisieren, den abgelegenen Dorfgemeinschaften Hilfe, Hoffnung und Heilung zu bringen", erzählt Mandy Glass. Für die gebürtige Lengefelderin und ihren Mann sei aber auch nach mehr als zehn Jahren Aufenthalt in diesem Land vieles fremd geblieben. Doch wenn deutsche Besucher - wie vergangene Weihnachten - kämen und es Spätzle, Gulasch oder selbst gebackenen Stollen und Plätzchen gebe, sei auch wieder ein Heimatgefühl da. Leicht sei es dennoch nicht. Wiederholte Einbrüche in ihren intimsten Lebensbereich ihrer Wohnung, würden beide in ihrem Sicherheitsgefühl stark beeinträchtigen.

Das schwere Erdbeben im Jahr 2018 hat vielen Menschen in den entlegenen Gebieten die Existenzgrundlage geraubt. Auch für den Piloten Mathias Glass und seinen Mitarbeiter war die Naturkatastrophe eine große Herausforderung. Sie wurden bei ihren Hilfseinsätzen bis an ihre Leistungsgrenzen beansprucht.

Der Vortrag über die Mission in Papua-Neuguinea findet kommenden Sonnabend statt. Zu diesem "Fliegerstammtisch" sind Interessierte 14 Uhr in die Gaststätte "Am Flugzeug" nach Cämmerswalde eingeladen.


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