Warum die "Wies'n" im Bahnhof ist

Statt Oktoberfest gab es in Halsbrücke dieses Jahr einen Frühschoppen. Es soll nicht die letzte Veranstaltung dieser Art bleiben.

Halsbrücke.

Gleich mit dem ersten Schlag beim Fassbieranstich in der "Bahnhofswies'n" im Brauhaus am Bahnhof (BAB) in Halsbrücke sprudelte der goldene Gerstensaft. Der Beifall für Brauhaus-Inhaber Ronny Erfurt, der den Hieb vollführte, am Sonntagvormittag war entsprechend groß. Da das traditionelle Halsbrücker Oktoberfest in diesem Jahr hatte ausfallen müssen, war man im Brauhaus auf die Idee gekommen, zumindest mit einem Jazz-Frühschoppen und einer kleinen "Wies'n" für etwas Unterhaltung zu sorgen. Zur musikalischen Untermalung konnten die Organisatoren die Saxofonistin und Klarinettistin Anja Bachmann mit Band gewinnen. Der Güterboden des ehemaligen Bahnhofs von Halsbrücke erlebte so eine gelungene Premiere als künftige Schankstube.

Seit geraumer Zeit wird das Gebäude bereits saniert. Die offizielle Eröffnung wird laut Johanna Erfurt vom BAB noch etwas dauern. "Schätzungsweise im kommenden Jahr", sagt sie. Die Brauanlage ist bereits installiert und lieferte für den Frühschoppen sowohl Pils als auch Festbier. Türen, Fenster und Sanitäranlagen sind ebenfalls bereits eingebaut. "Wir wollen durchaus weitere Veranstaltungen dieser Art in den kommenden Monaten durchführen", kündigte Ronny Erfurt an.

Bis dahin ist noch das eine oder andere zu tun. In den nächsten Wochen etwa erhält der Güterboden den letzten Schliff. "Boden und Balken werden abgeschliffen und versiegelt", zählt Johanna Erfurt auf. "Außerdem werden die Wände verputzt." Seinen ursprünglichen Charakter soll der Raum aber behalten und damit an die Vergangenheit des Gebäudes als Bahnhof erinnern. Als letztes Element soll eine Küche eingebaut werden, damit nach der Eröffnung auch ein Speisenangebot gemacht werden kann. Gedacht wird dabei an Südtiroler Spezialitäten. Ein "Jausenbrett'l", eine Art Brotzeit mit Schinken und Käse, gab es schon zum Frühschoppen.

Wie gut das Brauhaus mit seinem Angebot nach Halsbrücke passt, zeigte die große Resonanz des Publikums. "Allein 50 Leute haben sich vorher angemeldet und Tickets reserviert", erzählt Johanna Erfurt. Doch es kamen deutlich mehr. 100 Gäste wurden vom Landratsamt vorab genehmigt. Penibel wurde auf Abstandsregeln und Nasen-Mund-Schutz geachtet. Der guten Stimmung an dem verlängerten Vormittag tat dies keinen Abbruch.

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