Warum Niederbobritzsch im Mai Fasching feiert

Rund 400 Gäste hatten an der Freilichtbühne des Ortes ihren Spaß. Denn der Faschingsclub lud zur großen Jubiläumssause.

Niederbobritzsch.

21 Grad Celsius und Sonnenschein - eigentlich kein Wetter, bei dem Faschingsvereine ein Fest feiern. Doch in Niederbobritzsch war das am gestrigen Sonntag bei der Freilichtbühne des Dorfes anders. "Unser Faschingsclub hat sich vor 20 Jahren im Mai gegründet", erklärt Claudia Linke, seit 2006 bei der mehr als ein Dutzend zählenden Gruppe und seit 2010 Präsidentin. "Ein paar lustige Leute hatten sich damals zusammengefunden", fährt sie fort.

Das war die Geburtsstunde für einen Verein, der seither jedes Jahr im November und im Februar das gesellschaftliche Leben in dem rund 1800 Einwohner zählenden Ort bereichert. Der Saal des Goldenen Löwen, der immerhin Platz für rund 200 Gäste bietet, sei die vergangenen drei Jahre, wie Präsidentin Linke bemerkt, immer voll gewesen.


"Wir haben jedes Mal gedacht, besser geht es nicht", hebt die Niederbobritzscherin an. Dann sagt sie: "Aber wir haben uns immer wieder übertroffen." Was ist ihr besonders im Gedächtnis haften geblieben? Claudia Linke muss auf die Frage nicht lange überlegen. Unter dem Motto "In unserem Land vor unserer Zeit" ging es in der zurückliegenden Faschingssaison mit einer Zeitmaschine durch die Jahrhunderte.

Mehrere Tanzgruppen des örtlichen Turnvereins sind bei den Parties des Faschingsclubs immer mit von der Partie: Die Dance for Kids, die von Simone Krause und Lydia Böhme trainiert werden, die Beat Shakers und die Popcorner.

Linke betont, dass sich im Ort viele andere bei den Veranstaltungen des Faschingsclub mit einbringen. Das war auch am Sonntag der Fall. Die Tanzgruppen des Turnvereins begeisterten genauso das Publikum - Linke schätzt, dass über den Tag ungefähr 400 Gäste zu dem Familienfest kamen - wie die Feuerwehrkapelle mit ihrer Musik. Die Jugendwehr, die Feuerwehr und der Heimatverein brachten sich ebenfalls ein. "Es ist ein ganz tolles Miteinander", brachte es Claudia Linke auf den Punkt. Und Ingo Clausnitzer, Chef des Vereins für Rassegeflügel und Rassekaninchen, ergänzte: "Es gehört sich einfach, dass man sich gegenseitig unterstützt." Schließlich sei das Vereinsleben für jedes Dorf enorm wichtig.

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