Was aus Siebenlehner Brachen wird

In den nächsten Jahren könnte rund um das alte Heizhaus eine Wohnbebauung entstehen. Das einstige Kino hingegen soll abgerissen werden.

Siebenlehn.

Das frühere Filmtheater an der Albertstraße und das alte Heizhaus an der Preußerstraße in Siebenlehn bieten einen trostlosen Anblick. Das einstige Kino soll abgerissen werden. Dies sieht das Brachenkonzept vor, das von der Kewog Städtebau aus dem vogtländischen Reichenbach erarbeitet wurde.

Jahrelang bemühte sich die SIV Mittelsachsen GmbH, ein Tochterunternehmen der Sparkasse Mittelsachsen, vergeblich um den Verkauf der Brache. Eine Komplettsanierung des teilweise unterkellerten Hauses wäre nötig. Deshalb soll das Gebäude jetzt abgerissen werden. Bislang ist aber kein Rückbau erfolgt, "und ein Termin steht noch nicht fest", so Bauamtsleiter Frank Jänich am Mittwoch auf Anfrage von "Freie Presse".

Für das Heizhaus sieht das Brachenkonzept ebenfalls einen Abriss vor. Allerdings scheiden sich da die Geister. Hans-Joachim Bothe, Inhaber des gleichnamigen Planungsbüros in Dresden, könnte sich gut vorstellen, dass das Gebäude saniert und in ein möglicherweise entstehendes Wohngebiet an der alten Gärtnerei integriert wird. "Das wäre eine denkbare Variante", so Bothe.

Sein Planungsbüro erarbeitet derzeit den Flächennutzungsplan für das Stadtgebiet Großschirma. Dabei wird auch entschieden, welche Fläche für eine Wohnbebauung in Frage kommt. "Und die innerstädtische Fläche am alten Heizhaus wird sicher dabei sein", sagt Bothe. Allerdings könne die Erschließung des Gebietes frühestens 2021 beginnen. Vorher sei es genehmigungsseitig nicht möglich.

Laut Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) hatte die Stadt ursprünglich vor, einen innerstädtischen Eigenheimstandort an der alten Gärtnerei zu entwickeln. Voraussetzung: Die Kommune hätte in den Besitz sämtlicher Grundstücke gelangen müssen. "Hierzu gab es langwierige und intensive Verhandlungen mit den Eigentümern. Allerdings hat sich ein Teil von ihnen anders entschieden und an jemand anderes verkauft", so Schreiter. Deshalb sei das Ganze als kommunales Projekt erledigt. "Wir werden uns damit in der Sache auch nicht mehr bemühen", sagt Schreiter. Wenn der neue Grundstückseigentümer alle restlichen, noch im Eigentum einer Erbengemeinschaft befindlichen Flurstücke erwerbe, könne er einen Bebauungsplan aufstellen. Diesen würde die Stadt dann - wie in anderen vergleichbaren Fällen auch - formal-juristisch begleiten. Die Kosten des Verfahrens müsste dann der Investor tragen.

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