Wasserrad entsteht in Mulda

Mühlenbauer Gottfried Schumann fertigt den Antrieb einer Solepumpe im Kurpark Salzhausen.

Mulda.

Ein großes Wasserrad aus Eichenholz nimmt gerade in der Muldaer Mühlenbaufirma Schumann Gestalt an. Es hat einen Durchmesser von 6,20 Metern und eine Breite von 90 Zentimetern und verfügt über 64 Schaufeln. Dabei handelt es sich um das historische Kunstrad, das früher die Solepumpe im Kurpark Salzhausen (Hessen) angetrieben hat (siehe Infokasten).

Gottfried Schumann kennt Bad Salzhausen, weil dort die Jahreshauptversammlung des Deutschen Mühlenvereins stattgefunden hat. Dabei besuchten die Teilnehmer auch das nahegelegene Bad Nauheim, wo Schumann auch ein Wasserrad gebaut hat. Für das Wasserrad für die Solepumpe im Kurpark Salzhausen hat der Muldaer die Ausschreibung gewonnen. Ab 17. Oktober soll die Montage erfolgen.

Als nächstes Projekt plant Schuman ein Wasserrad mit Stromversorgung in Gotha-Sundhausen.


Energie für die Solepumpe

Bei der Wasserrad-Stangenkunst im Kurpark Bad Salzhausen (Hessen) handelt es sich um den Rest der 1776 von Salinendirektor Johann Wilhelm Langsdorff erbauten Stangen- und Wasserkunst. Diese sorgte mit ihrem Kunstgestänge und mehreren Wasserrädern für die Energie zum Betreiben der Solepumpen.

Dazu wurde Wasser der Nidda aus dem Nachbartal abgezweigt und in Holzrohren über den Berg gepumpt, in Teichen gesammelt und bei Bedarf zum Betreiben der Wasserräder abgelassen. (hh)

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