Wege übers mittelsächsische Land

Warum nicht mal zur Landesgartenschau laufen? "Freie Presse" stellt Wandertouren zum Veranstaltungsgelände vor. Heute: Start am Bahnhof Frankenstein oder in Dittersbach.

Oberschöna/Frankenberg.

Auf den ersten Blick verbindet Frankenstein mit dem Ort der Landesgartenschau nur der Wortstamm. Da aber der Bahnhof Frankenstein über die Bahnlinie RE3 Dresden-Hof gut zu erreichen ist, kann hier ohne weiteres der Start einer Wanderung nach Frankenberg erfolgen. Gleich durch vier mittelsächsische Gemeinden verläuft dann die Tour: nämlich Oberschöna, Oederan, Hainichen und Frankenberg.

Noch vor Frankenstein biegen die Spaziergänger ins Kemnitztal ab. Allerdings bleiben sie nicht lange auf der schmalen Straße, sondern folgen der Ausschilderung nach Wingendorf. Nach der Überquerung des Bachs reicht der Blick bald bis ins Striegistal. Wingendorf wird mit einem Bogen nach links umgangen. An der Straße zur Schäferei sehen die Wanderer mit zwei Windrädern bereits ihr nächstes Ziel. Dieses kann über angenehme Feldwege erreicht werden. In Bockendorf passieren die Läufer die Staatsstraße. Jetzt heißt es, ein paar Kilometer auf Straßenbelag zurückzulegen. Die nächste Etappe geht bis Eulendorf. Der Hainichener Ortsteil ist nach einiger Zeit auch zu erblicken. In Eulendorf selbst fließt der gleichnamige Bach parallel zur Route. Ungefähr in der Mitte des Ortes - an der Bushaltestelle Schmiede - sollte rechts abgebogen werden, um die Kohlenstraße zu erreichen. Auch hier bieten wieder Windräder Orientierung für den weiteren Streckenverlauf.


Am Streitholz kommen die Leute auf Schusters Rappen auf die Kreisstraße, die hinab nach Berthelsdorf führt. Wie an vielen Stellen in Mittelsachsen überquert hier eine schöne Steinbrücke ein Flüsschen - in dem Fall die Kleine Striegis. Nach einem Rechtsschwenk geht es leicht ansteigend wieder nach links. Am Mühlholz wird die Straße verlassen und Dittersbach angesteuert. Entlang der Dorfstraße geht es durch den schönen Ort. Hier können die Wanderer vom Bahnhof hinzustoßen, denen die ganze Strecke zu lang ist.

Es folgt mit dem Lützeltal der schönste Abschnitt der Tour. Der Weg verläuft durch den Wald und folgt den Windungen des gleichnamigen Bachs. Der Ausbau der Anlage wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts durch Bürger der Stadt gefördert. Schon fast am Ausgang Richtung Frankenberg hat man durch die Bäume noch einen schönen Blick auf das Viadukt, über das die Bahnlinie nach Hainichen verläuft. Sehr schnell sind die Wanderer am Bahnhof und damit auf dem letzten Kilometer zur Landesgartenschau. Über Freiberger Straße, Sachsenstraße und Hammertal kommt man zum Eingang Stadtpark.


Ziel ist Eingang Stadtpark

Details zur Strecke: Länge der Tour: 18,5 oder 4,5 Kilometer. Start: Bahnhof Frankenstein bzw. Bahnhof Dittersbach. Ziel: Eingang Stadtpark in Frankenberg. Gesamtanstieg: circa 190 Höhenmeter. Höchster Punkt: 437 Meter über dem Meeresspiegel an der Straße Zur Schäferei hinter Wingendorf; tiefster Punkt: 265 Meter am Ziel.

Unser Autor Jens Zeidler ist promovierter Informatiker und arbeitet im Verlag der "Freien Presse" als Controller. In seiner Freizeit geht der 53-Jährige gern wandern und gibt Tipps für andere Leute auf Schusters Rappen. (jz)

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