Wehrdepot soll aufgemöbelt werden

Werden alle Anträge auf Förderung genehmigt, kann das Projekt in Kleinbobritzsch im nächsten Frühjahr starten. Doch den Stadtwehrleiter plagen noch andere Sorgen.

Frauenstein/Kleinbobritzsch.

Für das Feuerwehrdepot im Frauensteiner Stadtteil Kleinbobritzsch kündigen sich Veränderungen an. Der Stadtrat beschloss jüngst die Vergabe von Planungsleistungen an das Baubüro Gunter Siegel aus Brand-Erbisdorf in Höhe von 8853,48 Euro. Vorgesehen ist, an dem Gebäude eine Bestandssicherung mit Erweiterungen vorzunehmen. So soll eine Umkleidemöglichkeit ebenso entstehen wie neue Sanitärbereiche. Außerdem will man dafür sorgen, dass die Räume noch durch andere Vereine des Stadtteils genutzt werden können. "Das ermöglicht eine Förderung durch das Leader-Programm der Europäischen Union", erläuterte Bürgermeister Reiner Hentschel.

Stadträtin Katrin Grohmann stellte die Frage, inwieweit dabei die Lage des Gerätehauses berücksichtigt wurde. Immerhin stehe es direkt an der Bobritzsch, somit im Überflutungsbereich bei einem eventuellen Hochwasser. "Wir haben auch andere Standorte geprüft", antwortete der Bürgermeister. Das Ergebnis sei aber gewesen, die derzeitige Stelle zu bevorzugen. "Es ist baurechtlich möglich, diesen Ort zu halten." Man werde entsprechende Vorkehrungen bei der Ausführung treffen.

Werden alle Anträge auf Förderung genehmigt, dann ist man in Frauenstein optimistisch, in der ersten Jahreshälfte 2019 mit den Arbeiten beginnen zu können. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen. "Mit den Planungen für das Gerätehaus in Kleinbobritzsch sind wir auf einem guten Weg", sagte Stadtwehrleiter Gerd Erler. Perspektivisch sollten aber auch die Gerätehäuser in Nassau und in Frauenstein selbst in den Fokus gerückt werden.

Zur Sitzung des Stadtrates gab Stadtwehrleiter Erler zudem seinen Jahresbericht über Einsätze, Besetzung und Ausstattung der Kameraden ab. Man sei stets einsatzbereit gewesen und habe bei 28 Einsätzen teils bis an die Grenze des Zumutbaren gehen müssen. Mit den existierenden Problemen hielt er gegenüber Bürgermeister Hentschel und den Bürgervertretern auch nicht hinter dem Berg. Vor allem mit Hinblick auf die beiden großen Stürme "Herwart" und "Friederike" betonte Erler, dass man künftig mit weiteren solcher Vorkommnisse rechnen und sich deshalb auch in puncto Ausrüstung darauf einstellen müsse. "Geld sollte beim Landkreis vor allem für bessere Kommunikationstechnik eingeplant werden", so Erler.

Schwierigkeiten bereitet besonders eines der Fahrzeuge. "Kurzfristig ist der Kommandowagen bis spätestens 2020 auszutauschen", mahnte der Stadtwehrleiter an. Bei der kürzlich erfolgten Untersuchung sei ihm vom Sachverständigen gesagt worden, dass er defintiv die letzte Plakette an dieses Auto geklebt habe.

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