Wehrleiter: Bei Notruf vor Ort bleiben

Peter Mai aus Halsbrücke nimmt Stellung zu Beitrag über Strafbescheid

Halsbrücke.

Ein Feuerwehreinsatz ist für den Meldenden grundsätzlich nicht mit Kosten verbunden, soweit der Notruf zur Gefahrenabwehr gewählt wird und erforderlich ist. Das hat Halsbrückes Gemeindewehrleiter Peter Mai in einer Reaktion auf den "Freie Presse"-Artikel "Notruf gewählt - Strafbefehl erhalten" vom 14. April klargestellt. Der Bericht über einen Halsbrücker, der über die Notrufnummer 112 einen umgestürzten Baum gemeldet hatte und dafür von der Gemeinde zu Kasse gebeten werden soll, habe einige Bürger verunsichert, sagt Peter Mai.

Vor einem Notruf habe man sich davon zu überzeugen, so der Feuerwehrchef weiter, dass eine wirkliche Gefahr besteht und ob vielleicht sogar Personen gefährdet sind. Nur so könnten schnellstmöglich erste Hilfemaßnahmen eingeleitet und die Heilungschancen für verletzte Personen wesentlich erhöht werden. Sich selbst dürfe man dabei aber nicht in Gefahr bringen. Wer den Notruf wähle, habe vor Ort zu bleiben, so Mai: "Alarmierte Kräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienst und so weiter sind auf erste Informationen und eine Einweisung vor Ort angewiesen, um schnellstmöglich die Einsatzstelle erreichen zu können und umgehend die richtigen Handlungen einzuleiten." Der Anrufer in dem Artikel hatte nach eigenen Angaben den Baum auf dem Weg zu einer Baustelle gesehen.

Im Namen seiner Kameraden bittet Wehrleiter Mai auch darum, selbstständig einzuschätzen, ob die "Gefahr" auch anderweitig - etwa durch den Bauhof der Gemeinde - beseitigt werden kann. 97 Prozent der Feuerwehrleute seien ehrenamtlich aktiv: "Wir sind bereit, anderen Mitbürgern zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Hilfe zu eilen." Für ihre Ausbildung und die Einsätze opferten die Kameraden auch ihre Freizeit und gefährdeten ihre Gesundheit: "Im Gegenzug erwarten wir eine sach- und bedarfsgerechte Nutzung des Notrufes."

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