Weihnachtsoratorium: Kein Platz ist sicher

Wer im Januar Karten für das Weihnachtsoratorium gekauft hat, wird gebeten, sich bei der Domverwaltung zu melden.

Freiberg.

Grundsätzlich herrscht im Büro für Tourismus und Musik des Freiberger Doms St. Marien gerade eine positive Stimmung. Nach einer unruhigen Phase, hervorgerufen durch die Auswirkungen der Coronapandemie, beginnen am kommenden Samstag, dem 19. September, mit dem "Bergmannsgruß" von August Ferdinand Anacker die Konzerte in dem beeindruckenden Gotteshaus. Als Sprecher ist Gunter Emmerlich mit von der Partie.

Möglich wurde dies aber nur zu einem gewissen Preis. "Wir mussten die Platzkapazität drastisch einschränken", erklärt Jana Tschapek, zuständig für die Organisation. Es stehen lediglich 350 Plätze zur Verfügung. Sind für den "Bergmannsgruß" noch ein paar Tickets verfügbar und ist es hier auch unkompliziert gehalten, so sieht es bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums am Samstag vor dem 2. Advent, also am 5. Dezember, etwas anders aus. Die Aufführungen der Kantaten I bis III sind traditionell mit jeweils knapp 1000 Besuchern fast immer ausverkauft. Einmal um 16 Uhr und einmal um 19.30 Uhr kommen sie zur Aufführung. Der Vorverkauf dafür beginnt bereits im Januar. Und genau da liegt das Problem.

Zu diesem Zeitpunkt war von Corona praktisch keine Rede, schon gar nicht von einer Nachverfolgungsmöglichkeit von Karteninhabern. "Wir müssen nun versuchen, alle, die reserviert haben, irgendwie zu erreichen", sagt Jana Tschapek. Nicht ganz einfach, ohne Kontaktdaten. "Wir müssen fragen, ob sie trotzdem kommen wollen, auch wenn sie andere Plätze zugewiesen bekommen", so die Organisatorin weiter. Besonders das Konzert um 16 Uhr bereitet hier Schwierigkeiten, da die maximal 350 Plätze schon fast ausgeschöpft sind. Wer erste Kategorie gekauft hat, findet womöglich nur in der zweiten Platz. Ein Umtausch für die spätere Aufführung ist möglich, man kann die Karte aber auch komplett zurückgeben (siehe Kasten). Mit weihnachtlichen Orgelkonzerten und der Aufführung der Kantaten IV bis VI gibt es noch viele weitere Gelegenheiten, den Advent musikalisch im Dom zu genießen.


Wie soll man sich melden?

Alle, die bereits Tickets für die Aufführungen des Weihnachtsoratoriums am 5. September erworben haben, werden gebeten, sich ausschließlich per Mail an konzerte@freiberger-dom.de zu wenden. In der Mail sollten Name und Kontaktdaten stehen, ebenso die Ticketnummer, die vierstellig ist und aus Zahlen und Buchstaben besteht, die Kategorie sowie Reihe und Platznummer. Es sollte mitgeteilt werden, ob man stornieren möchte oder nicht. Wenn nicht, gibt es eine schlechtere Kategorie. In dem Fall wird die Preisdifferenz erstattet. Es wird ausdrücklich darum gebeten, nicht anzurufen oder persönlich zu erscheinen. Auch weist man darauf hin, dass eine entsprechende Abwicklung im Domladen nicht möglich ist. Die neuen Plätze werden in der Antwortmail mitgeteilt. (wjo)

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