Wenn aus Tagebaukratern Erholungsstätten werden

TU Bergakademie holt mit Expertise zum Sanierungsbergbau internationale Tagung erstmals nach Deutschland

Leipzig/Freiberg.

Die internationale Tagung "Mine Closure" wird Anfang September erstmals in Deutschland stattfinden. Zu verdanken haben das die Experten der Freiberger TU Bergakademie. Denn mit ihrer Expertise zum Sanierungsbergbau hat die Technische Universität weltweit auf sich aufmerksam gemacht.

Rund 250 Experten aus aller Welt für Bergbauschließungen und ihre Folgen treffen sich demnach vom 3.bis 7. September in Leipzig, wie die Pressestelle der TU berichtet. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe die Schirmherrschaft übernommen und sieht die Vergabe "als Ausdruck der Neugier auf unser Know-how".

Aus den Mondlandschaften, die der Tagebau hinterlassen hat, sind laut Kretschmer attraktive Seenlandschaften für Erholungssuchende und Wassersportler geworden. "Diese erfolgreichen Erfahrungen stehen uns vor Augen, wenn es nun darum geht, den Strukturwandel in der Lausitz voranzubringen, bevor dort in einigen Jahrzehnten die Kohleförderung endet."

Nach Angaben der Bergakademie investierten Bund und Länder seit den 1990er-Jahren rund 16 Milliarden Euro in die Beseitigung der Folgen des Bergbaus im Osten Deutschlands. Die Ressourcenuniversität beschäftigt sich seit Jahren mit dem Fachgebiet Sanierungsbergbau.

Die Konferenzreihe "Mine Closure" wurde 2006 von einer australischen Gesellschaft gegründet, um Grubenschließungen und deren Folgen zu diskutieren. Die jährlichen Tagungen fanden bisher unter anderem in Australien, Chile, Südafrika, Kanada und Großbritannien statt. (dpa/sn)

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