Wenn die Feuerwehr Feuer legt

Feldbrand: Einsatzkräfte trainieren in Conradsdorf

Conradsdorf.

Feuer auf den Stoppelfeldern hinter der Conradsdorfer Kirche: Die Einwohner des Halsbrücker Ortsteils staunten am Samstagvormittag nicht schlecht. Die Feuerwehr musste niemand rufen, denn die war schon da. Und sie war sogar für die Brände verantwortlich. Das Feuer war eine Übung.

"Es geht darum, verschiedene Brandbekämpfungsarten zu trainieren", erläuterte Gemeindewehrleiter Peter Mai. Der Pächter und Bewirtschafter des Feldes hatte es dafür zur Verfügung gestellt. Die Wehren aus Halsbrücke, Conradsdorf/Falkenberg/Tuttendorf, Krummenhennersdorf, Niederschöna und Hetzdorf nahmen an der Übung teil - insgesamt 41 Einsatzkräfte, dazu kamen sechs Löschfahrzeuge. "Einige der Fahrzeuge können während der Fahrt Wasser abgeben oder verfügen über ein Selbstschutzsystem, bei dem vorn unter der Stoßstange Düsen angebracht sind, die nach vorne sprühen", so Mai.

Initiiert hatte diese Übung Kevin Franz. Vorab unterwies er die Versammelten genauestens, worauf zu achten sei. "Wichtig ist auch die Nachkontrolle", so Franz. "Etwa ob man an den Reifen noch Glut mit sich führt." Auf vier abgegrenzten Arealen wurden schließlich verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt. Zwar sind die Halsbrücker Wehren immer wieder mit Feldbränden konfrontiert, eine spezielle Übung führten sie aber zum ersten Mal durch. Zum Einsatz kam dabei auch Agrartechnik. "Nicht selten können die Landwirte mit ihren Maschinen einen Beitrag zum Löschen leisten", sagte Kevin Franz. Beherzt stellten sich alle Feuerwehrleute den Flammen und bezwangen sie in jedem Fall. (wjo)

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