Wie die Bergakademie den Nachwuchs umgarnt

Rund 80 Jungen und Mädchen aus Sachsen und darüber hinaus lassen es diesmal beim Schüler-Kolleg Chemie krachen.

Freiberg.

Nein, es zischte nicht gestern, es knallte nicht, und ebenso wenig krachte es. Zumindest nicht im Praktikumsraum der Organischen Chemie im Winklerbau der TU Bergakademie in Freiberg. Spannend war es dennoch für Schüler wie Liesel Vagner vom BSZ Oelsnitz und Debora Pötschke, Klasse 12 vom Lößnitzgymnasium Radebeul. Sie erlebten, wie Schwarzer Tee im Destillationsgerät landete. Und so extrahierten sie aus dem aromatischen Getränk ein weißes Pulver, ein Granulat, ein Stoff, aus dem Träume sind, in denen es um ewige Munterkeit geht: Koffein.

Rund 80 Jungen und Mädchen sind in diesem Jahr der Einladung der TU zum Schülerkolleg Chemie gefolgt. Sie kommen aus ganz Sachsen, dazu je zwei Teilnehmer aus Brandenburg und Thüringen, vier aus Sachsen-Anhalt und je einer aus Baden-Württemberg und Bayern. Ziel: die Schüler für ein naturwissenschaftliches Studium zu interessieren und ihnen die Studienwahl zu erleichtern. Und so können Winklers Erben bis Freitag kleine Präparate herstellen, Charakterisierungsmethoden erproben, die Institute kennenlernen. Natürlich darf der wiedereingeführte Diplomstudiengang Chemie nicht fehlen, in Deutschland derzeit der einzige seiner Art und eines der Vorzeigeprojekte der Bergakademie.

Das Ganze hat offenbar Überzeugungskraft. "Bisher kamen in jedem Jahrgang ehemalige Teilnehmer aus vergangenen Schülerkollegs als Studenten zurück nach Freiberg", sagt Ute Claußnitzer, Organisatorin des Programms. "Nicht nur im Studiengang Chemie, sondern auch in der Angewandten Naturwissenschaft und anderen Studiengängen." (fhob)

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