Wiedersehen auf dem Schlosshof

Mandy Partzsch ist morgen in "Paarshit" zu erleben. Andere Aha-Erlebnisse boten sich australischen Besuchern und Sternguckern.

Lacher garantiert: Mandy Partzsch und Erik Lehmann sind morgen zu den Freiberger Sommernächten im Schlosshof zu erleben. Sie stellen ihr Programm "Paarshit - Jeder kriegt, wen er verdient" vor. Zweieinhalb Stunden lang geht es um Beziehungen und alle möglichen Konstellationen zwischen Mann und Frau und was alles schiefgehen kann. "Es ist saukomisch. Humor ist unser oberstes Credo", sagt Mandy Partzsch. "Und wir spielen mit verschiedenen Dialekten und Akzenten. Erik ist zum Beispiel Hesse, Österreicher und Holländer, ich bin Sächsin, Tschechin, Russin und Französin." Zudem gebe es viel Musik, beispielsweise den Chanson vom Schönheitschirurgen.

Für Mandy Partzsch ist es morgen ein ganz besonderer Abend. Denn für die charmante junge Frau ist es ein Wiedersehen. Sie ist in Freiberg aufgewachsen und hat viele Erinnerungen an die Stadt. Morgen Abend werden im Publikum viele ihrer Verwandten, Freunde und Bekannten sitzen. Allen voran ihre Eltern, die morgen ihren 52.Hochzeitstag feiern. Mandy Partzsch hat die Karl-Günzel-Schule und später das Rüleingymnasium in Freiberg besucht. Schon als Grundschülerin war sie in der AG Tanz, dann im Freiberger Kinderchor und in der Jazz-Tanzgruppe des Theaters. "Ich wollte damals gern Schauspielerin werden." Noch heute muss sie schmunzeln, wenn sie erzählt, dass sie Anfang der 1990er-Jahre mit ihrer Freundin Susanne an einer Wohnungstür in der Erbischen Straße 24 klingelte: Dort wohnte die 2016 verstorbene Schauspielerin Hendrikje Fitz ("In aller Freundschaft"), die von 1990 bis 1994 am Mittelsächsischen Theater engagiert war. "Sie war unser absoluter Star. Wir wollten wissen, wie man Schauspielerin werden kann", sagt Mandy Partzsch. Hendrikje Fitz habe ganz nett reagiert. "Was sie gesagt hat, weiß ich allerdings nicht mehr. Ich war viel zu aufgeregt."

Letztlich wurde Mandy Partzsch zunächst aber keine Schauspielerin, sondern absolvierte eine Ballettausbildung an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. "Eine Freundin hatte mich zum Aufnahmetest überredet. Ich hatte keine Hoffnung, dass ich es schaffe, bin aber genommen worden", erinnert sie sich. Nach vier Jahren hatte sie das Diplom in der Tasche und wurde als Tänzerin am Regensburger Stadttheater engagiert. Zwei Jahre später zog sie nach Dresden um. Sie ging mit dem freien Theater, aus dem das jetzige Boulevardtheater Dresden hervorgegangen ist, auf Tour. An der Seite der inzwischen verstorbenen Schauspieler Günter Schubert und Ina-Maria Federowski spielte sie das Peterle in der "Weihnachtsgans Auguste". Jürgen Mai von der Dresdner Komödie, der 2017 "Die Olsenbande dreht durch" in Freiberg inszenierte, war ihr Mentor. Zudem spielte sie in der Herkuleskeule mit und trat mit dem Dresdner Kabarett auch schon einmal im Freiberger Schlosshof auf. Dass sie auch eine Charakterdarstellerin ist, bewies Mandy Partzsch beispielsweise in "Nächstes Jahr - gleiche Zeit" in Hoppes Hoftheater in Dresden. Und mit ihrem Programm "Paarshit" mit dem Kabarettisten Erik Lehmann gastierte sie bereits in Rostock, Cottbus, Zwickau, Plauen, Dresden, Osthofen (bei Mainz), um nur einige Beispiele zu nennen. "Es läuft wunderbar", freut sich Mandy Partzsch. Ihr nächstes Projekt: der Liederabend "Beim Grinsen erwischt" mit dem Jazzpianisten Jens Wagner. Sie schrieb die Texte, er die Musik. Morgen ab 20 Uhr heißt es aber erst einmal "Paarshit". Tickets gibt es auch in den "Freie Presse"-Shops. www.mandy-partzsch.de

Gäste aus Down Under: Zu den rund 25.000 Gästen beim Brauhausfest am Wochenende in Freiberg gehörten auch Sibylle und Trevor Austin aus Chinchilla im australischen Bundesstaat Queensland. Das Ehepaar war wegen eines Familientreffens in Siebenlehn 15.000 Kilometer geflogen und zum ersten Mal in Deutschland. "Wir haben uns schon viel angeschaut, Berlin, Dresden und nun Freiberg mit seinem Brauhausfest", sagte sie. Das nächste Mal wollen die beiden Australier in der Weihnachtszeit nach Siebenlehn und Freiberg kommen. Weiße Weihnacht und Glühwein - wer träumt nicht davon bei diesen australischen Temperaturen ! (mer)

Allgemein zum Träumen und Wünschen hat dieser Tage der Sternenhimmel eingeladen. Besser gesagt die nun wieder zu Dutzenden zu beobachtenden Sternschnuppen des Perseidenstroms. Wobei der Name Sternschnuppe ja eigentlich falsch ist, mit Sternen haben die Sternschnuppen ja nichts zu tun, sondern mit Meteoren. Einer, dem so viel Besserwisserei ziemlich schnuppe ist, wenn er die Schnuppen nur vor die Linse bekommt, ist der TU-Ingenieur Jürgen Weyer (Foto). Diesmal richtete er von Halsbrücke aus Objektiv und Blick nach Westen. (fhob)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...