Winklerbau der TU erhält zwei neue Flügel

Erweiterung um nahezu 4900 Quadratmeter soll 53Millionen Euro kosten

Freiberg.

Der Clemens-Winkler-Bau der TU Bergakademie Freiberg wird deutlich erweitert. Wie Alwin-Rainer Zipfl vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien und Baumanagement (SIB) mitteilt, erfolgen in diesen Tagen die ersten Aushubarbeiten für die Fundamente eines neuen Mittel- und eines neuen Südflügels, um die das markante Gebäude an der Leipziger Straße ergänzt wird. Die Arbeiten unter Leitung der Außenstelle Freiberg der Niederlassung Chemnitz des SIB dienten dazu, so der Pressesprecher weiter, optimale Bedingungen für die Unterbringung der benötigten Labore, Werkstätten und Lagerflächen zu schaffen. Die Neubauten würden auf der Westseite des Komplexes errichtet und seien Teil der Gesamtsanierung des Clemens-Winkler-Baus.

Laut Zipfl ist die Fertigstellung der Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 2700 Quadratmetern im Mittel- und rund 2160 Quadratmetern im Südflügel bis 2022 geplant. Als Kosten seien rund 53 Millionen Euro vorgesehen, so der Sprecher: "Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts und mit Mitteln der Europäischen Union - Infrastruktur EFRE - gefördert."


In den Jahren 2012 bis 2014 sei für die Praktikumslabore an der Leipziger Straße bereits ein Laborgebäude Nord neu errichtet worden. Alle drei Laborflügel seien Teil eines geplanten Komplexes Clemens-Winkler-Bau für die Fakultät Chemie und Physik auf dem Campusgelände der TU Bergakademie Freiberg. Er bestehe aus dem denkmalgeschützten Hauptgebäude aus den 1950er-Jahren und den drei neuen Laborflügeln Nord, Süd und Mitte. Alle drei Neubauten besitzen dabei jeweils einen Verbindungsbau zu dem Altgebäude, das vor allem durch seinen vorgelagerten Hörsaal mit einer geschwungenen Glasfassade und Freitreppen im Foyer die in den frühen 1950er-Jahren für Repräsentationsbauten übliche Architektur erinnert.

Das Campusgelände der TU Bergakademie Freiberg befindet sich nordwestlich des Stadtzentrums, die Gebäude stammen hauptsächlich aus den 50er- und 60er-Jahren. Das Baugebiet wird laut Pressesprecher Zipfl begrenzt von der Leipziger Straße im Norden, der Bernhard-von-Cotta-Straße im Westen, der Gustav-Zeuner-Straße im Süden und der Merbachstraße im Osten. Der Clemens-Winkler-Bau sei ein Leitbau für die Campusbebauung und stehe unter Denkmalschutz. Es sei geplant, dieses aus den 1950er-Jahren stammende Gebäude in einem folgenden zweiten Bauabschnitt ab 2023 zu sanieren", blickt der SIB-Sprecher voraus.

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