Winterbaustellen auf drei Kreisstraßen

22 Bauprojekte hat der Landkreis in diesem Jahr abgeschlossen. Fünf weitere sollen zum Jahresende Geschichte sein. Doch an anderen Stellen klemmt es.

Freiberg.

Über zehn Millionen Euro hat der Landkreis in diesem Jahr bereits in seinen Straßen verbaut. Doch auch, wenn Straßenbauchefin Claudia Richter für 17 Projekte am Montag Vollzug melden konnte, so wird doch noch auf 5 Baustellen mit Hochdruck gearbeitet.

So müssen sich Autofahrer weiter auf Behinderungen einstellen: Bis Jahresende sollen Baustellen in Langenleuba-Oberhain, Crossen und zwischen Braunsdorf und Altenhain beendet sein, sagte Claudia Richter. Die Leiterin des Referates Straßenbau und Straßenverwaltung im Landratsamt hofft auf einen späten Winter, ist aber optimistisch, dass die 290.000 Euro teuren Arbeiten auf einem 600 Meter-Abschnitt auf der Braunsdorfer Straße bis Mitte Dezember fertig sind. "Wir sind in den letzten Zügen."

Auch das Millionenprojekt auf dem 1600-Meter-Stück Kreisstraße in Langenleuba-Oberhain wollen die Straßenbauer bis Weihnachten schaffen. Lieferverzögerungen bei Betonteilen haben ihnen hingegen beim Bau der Straße zwischen Langenstriegis und Eulendorf - 1150Meter kosten knapp 400.000Euro - einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als geplantes Bauende nannte die Referatsleiterin den 13. Dezember. "Derzeit sind wir beim 18. Dezember, weil die Baufirma die Betonteile für den Durchlass nicht rechtzeitig bekommt." Wegen zahlreicher Tiefbauprojekte landesweit habe es mitunter vor allem 2018 Lieferprobleme gegeben, räumte Richter ein. In Langenstriegis seien die Fundamente vorbereitet, damit der Durchlass bei Lieferung schnell eingebaut werden kann, so Richter. "Das sind natürlich ehrgeizige Ziele, aber auch für unseren Winterdienst ist der Abschluss sehr wichtig", erklärt sie. Der Brückenbau in Sachsendorf Obstmühle, eine Maßnahme des Hochwasserschadensprogramms, soll ebenfalls bis Ende Dezember abgeschlossen sein.

Drei Kreisstraßen bleiben aber über Winter zu. So werden die Verlegung von Kanalrohren in Stein sowie Bauarbeiten in Schönborn-Dreiwerden und an der Straße in Forchheim ins neue Jahr verschoben.

Rund 5,5 Kilometer seines Straßennetzes hat der Landkreis 2019 grundhaft ausgebaut, auf 5 Kilometern hat er die Fahrbahn erneuert oder eine neue Asphaltdecke aufgezogen. Zu den größten abgeschlossenen Vorhaben gehören der Ausbau der Straßen in Breitenau, Niederschöna und Kiebitz für jeweils über eine Million Euro. Straßenchefin Richter bedankte sich für Verständnis und Geduld der Anwohner. "Gerade wenn die Arbeiten mehr als ein Jahr dauern, kann dies an den Nerven zehren."

Wegen der ungeklärten Finanzierung stehen bislang nur wenige Punkte des Bauplanes für 2020 fest. Sicher ist, dass der dritte Abschnitt, 400 Meter der Ortsdurchfahrt, in Cämmerswalde ab Frühjahr ansteht. Die Ausschreibung ist in Vorbereitung. Auch das letzte Projekt zur Beseitigung der Flutschäden von 2013 steht an: Dabei wird eine Brücke im Hainichener Ortsteil Berthelsdorf ersetzt. Die Ausschreibung ist für Januar geplant. Als unerträglich bezeichnete Landrat Matthias Damm (CDU) die ausstehende Zusage, ob das Land die beantragten Zuschüsse für den Straßenbau in Mittelsachsen bereitstellt. "Das ist ein unhaltbarer Zustand seit 2018." Er hoffe, dass nach der Regierungsbildung der Straßenbau wieder Thema wird. (grit)

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