Wintereinbruch in Mittelsachsen: Behinderungen und Schulausfall

Freiberg.

Wegen des Wintereinbruchs sind die Straßenmeistereien sind im gesamten Landkreis Mittelsachsen im Einsatz. Seit den Nachtstunden waren auf den zuständigen Bundes-, Staats- und Kreisstraßen 50 Fahrzeuge unterwegs, über 100 eigene Mitarbeiter und die gebundenen Fremdfirmen sind im Winterdienst, wie ein Sprecher des Landratsamts berichtet. Rund 94 Tonnen an Streusalz wurden bereits vor 9 Uhr auf die Straßen gebracht. 

Seit etwa 10 Uhr gab es Sperrungen auf der S 237 zwischen Eppendorf und Hammerleubsdorf. "Die Glättegefahr ist durch die Temperaturen und den anhaltenden Schneefall sehr groß", warnte Dirk Schlimper vom Referat Straßenbetriebsdienst und Bauwerksverwaltung. Besonders betroffen waren die S 185 zwischen Teichhaus und Hermsdorf und die S 211 Klötzerberg zwischen Rechenberg-Bienenmühle und Cämmerswalde. Durch den zum Teil starken Schneefall können Äste von Bäumen abbrechen und auf die Straßen stürzen. Vielerorts kam es auch zu Problemen durch liegengebliebene LKW. Betroffen war etwa die B 173 zwischen Chemnitz und Freiberg

Zu Einschränkungen im Regiobusverkehr kam es im gesamten Raum Mittelsachsen. Insbesondere in Freiberg sei mit Verspätungen zu rechnen, sagte Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr beim Regiobus Mittelsachsen. Zu Behinderungen kam es auch in Mittweida und  Döbeln.

Auf der Strecke der Regionalbahn 45 zwischen Chemnitz und Riesa wurde laut einem Sprecher der Mitteldeutschen Regiobahn ab etwa 14.30 Uhr der Verkehr eingestellt. Aufgrund von Wind und Frost waren die Oberleitungen eingefroren. Wann die Züge auf der Strecke wieder fahren, konnte das Unternehmen am späten Mittwochnachmittag noch nicht sagen.

Zahlreiche Schulen in Mittelsachen stellten wegen der Behinderungen im Busverkehr ihren Unterricht ein. Betroffen seien etwa 15 Schulen zwischen Freiberg und Flöha, sagte ein Sprecher vom Regiobus Mittelsachsen. Um sicherzustellen, dass die Schüler trotz der Verkehrsbehinderungen auf den Straßen wieder nach Hause kommen, wurde jede Schule einzeln über mögliche Ausfälle im Regiobusverkehr informiert. Die Entscheidung, Schüler früher nach Hause zu schicken, liegt bei den Schuldirektoren. Auch ob es in den nächsten Tagen weiter Schulausfall gibt, werde individuell entschieden.     

Am Bernhardt-von--Kotta-Gymnasium in Brand-Erbisdorf etwa seien viele Schüle heute wegen der Witterungsbedingungen gar nicht erst zum Unterricht erschienen, sagte Direktorin Manuela Kunath. Etwa gegen 11 Uhr wurden die anwesenden Schüler in die Busse gesetzt, die zu diesem Zeitpunkt noch gefahren sind.    

Auch am Scholl-Gymnasium in Freiberg habe es Probleme gegeben, die Schüler wieder nach Hause zu bekommen. Am morgigen Donnerstag soll die Schule komplett ausfallen.

Aufgrund des starken Schneefalls und der damit verbundenen Händlerabsagen wurde auch der Wochenmarkt morgen auf dem Freiberger Obermarkt abgesagt. Erst am Dienstag wird es wieder einen Markttag auf dem Obermarkt geben. Der Wochenmarkt am Unicent werde jedoch wie gewohnt stattfinden.

Auch der Freiberger Tierpark bleibt aufgrund des Schneeeinbruchs die nächsten Tage geschlossen, sagte Tierparkchef Peter Heinrich. (akli)
 

Diese Schulen schließen am Donnerstag im Raum Freiberg

Folgende Einrichtungen im Raum Freiberg sind nach Angaben der Stadtverwaltungen am Donnerstag wegen der Witterungsbedingungen geschlossen - es handelt sich jedoch um keine vollständige Liste, da sich nicht alle Einrichtungen beim Rathaus gemeldet haben.

  • Grundschule Agricola: schließt vorerst Donnerstag, Notbetreuung im Hort,
  • GS Körner: kein Unterricht, aber offen,
  • GS Winkler: Unterricht bis 3. Stunde. anschließend Hort,
  • OS Ohain: vorerst Donnerstaggeschlossen,
  • OS Winkler vorerst Donnerstaggeschlossen,
  • OS Zetkin vorerst Donnerstaggeschlossen,
  • FÖZ Donnerstag geschlossen, Freitag verkürzter Unterricht, Eltern sollen entscheiden,
  • Förderschule Albert-Schweitzer Do und Fr geschlossen, aber Notbetreuung,
  • Schollgymnasium vorerst Donnerstag geschlossen.

Der Landkreis Mittelsachsen empfahl den Schulen bereits am Mittwochmittag, den Unterricht am Donnerstag ausfallen zu lassen. Die Entscheidung dafür obliegt allerdings dem Schulleiter, so das Kultusministerium. Das Ministerium stellte darüber hinaus den Eltern frei, zu entscheiden, ob sie ihre Kinder am Donnerstag in die Schulen schicken möchten. Die Eltern würden von den jeweiligen Schulen informiert oder sollten, wenn sie sich nicht sicher seien, einfach dort anrufen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...