Wo das Mekka der Schnitzer liegt

Die einen waren zum ersten Mal beim Ketten-sägen-Symposium dabei, andere fühlen sich dort fast schon wie zu Hause. Sie alle einte auch diesmal der besondere Geist von Blockhausen.

Dorfchemnitz.

Das einschneidende Geräusch der Kettensägen dröhnt durchs Erzgebirge, in der Luft vermischt sich der Duft frischen Holzes mit Benzingeruch der Motoren zu einer charakteristischen Mischung. Es war wieder Symposiumszeit im Walderlebniszentrum Blockhausen hoch über Dorfchemnitz, und gut 15 Virtuosen an der Kettensäge folgten dem Ruf von Blockhausen-Erfinder Andreas Martin.

So Lisa Pfeuffer aus Neustadt am Main. "Ich nehme zum ersten mal an einem Treffen in Dorfchemnitz teil", erzählt sie. "Freunde von mir haben mir Andreas empfohlen, und er hat mich darauf hin eingeladen, worauf ich sehr stolz bin." Ihre Brüder, beide Förster in Unterfranken, haben schon mal kleine Tiere wie Eichhörnchen gesägt und sie so auf den Geschmack gebracht, erzählt sie. "Nun will ich besser werden als sie, das ist mein Ansporn."

Bei Andreas Martin ist sie da richtig. "Die Symposien sind dafür da, um jungen Leuten eine Bühne zur Präsentation ihrer Arbeiten zu bieten", erzählt er. Er lehnt an einer hölzernen Figur. "Unsere tschechischen Freunde mussten leider schon nach Hause, Andreas Bakos hat uns diese kleine Hexe dagelassen, die mit ihrem Flugbesen dummerweise an einen Mast geknallt ist - einfach ein tolles Werk." Sie und die anderen Märchenfiguren werden am neuen Spielplatz ihren festen Platz finden.

"Blockhausen ist ein Mekka der Kettensäger, für mich wie ein Zuhause", schwärmt Igor Loskutow aus Villingen. Zum 17. Mal ist er schon dabei, Andreas Martin nennt er Freund und großes Vorbild. Seine Rapunzel steht dem aber in nichts nach. Nicht ganz so weit hat es Markus Baumgart aus Voigtsdorf, der Pinnochio aus dem Holz schält. " Ich nehme zum dritten Mal an einem Symposium in Blockhausen teil. Ich brauche ja nur mal übern Berg."

Res Hofmann hat es da schon weiter, sie kommt aus Schlüsselfeld/ Franken. Den Weg ins Erzgebirge nahm sie gern auf sich. "Ich komme immer wieder gern hier her. Die Herzlichkeit, die Hilfe untereinander und die langen Abende am Lagerfeuer sind unvergesslich."

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