Wo die Melonen wachsen

Die Früchte, die sonst in subtropischen Gefilden geerntet werden, gedeihen auch in Weißenborn. Das macht ein 28-Jähriger vor.

Weißenborn.

Einen eigenen Garten hat sich der Weißenborner Andy Oehme schon immer gewünscht. Vermutlich nahm das alles seinen Anfang, als er, noch als kleiner Junge, zusammen mit einer ziemlich hohen Sonnenblume in der "Freien Presse" abgelichtet war. So genau weiß es der heute 28jährige nicht mehr. Vor sechs Jahren wurde in einer Kleingartenanlage ganz in der Nähe seiner Wohnung eine Parzelle frei. Seither pflanzt er dort gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin zwar auch meterhohe Sonnenblumen, aber vor allem Obst und Gemüse an.

Erdbeeren sind hier zu finden, Rhabarber und Kürbisse. Selbstverständlich auch Tomaten. "23 Kilo davon habe ich in diesem Jahr geerntet", sagt er. "Die schwerste Tomate wog 796 Gramm." Doch in seinem Garten gedeihen zum ersten Mal auch sieben Melonen. Eine davon ist in wenigen Tagen erntereif.

Eigentlich kommt die Wassermelone aus subtropischen Gefilden. Sie hierzulande im Garten zu züchten ist nicht ganz einfach. Deshalb ging Andy Oehme das Ganze auch sehr akribisch an. "Ich hatte mir den entsprechenden Samen gekauft und ihn Mitte Januar in einem Blumentopf auf dem Fensterbrett ausgebracht", erzählt er. "Dort keimte er nach 15 Tagen aus." Skeptisch blieb er zunächst trotzdem. "Ich dachte eigentlich, das wird nie was", gesteht Oehme. Ende April brachte er die Keime in die Erde. Hilfreich war, dass schon das Frühjahr sich außerordentlich sonnig gestaltete.

Erstaunlich war, wie schnell die Melonen schließlich wuchsen. Andy Oehmes Prachtexemplar hat allein in den letzten Tagen über ein Kilo zugelegt und kommt nun auf 3,3Kilogramm. "Das ist schon recht selten, dass es gelingt", meint der Gärtner. "In Gewächshäusern klappt es manchmal, aber die schmecken nicht wirklich gut." Auf den Geschmack seiner Melonen ist Andy Oehme ganz besonders gespannt. Und er hofft darauf, dass die sechs noch etwas kleinen Melonen ihrem großen Vorreiter bald im Wachstum nachfolgen werden.

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