Wohngebiet: Landratsamt hat letztes Wort

Die Probleme mit einem Versickerungsbecken, das die Erweiterung des Areals verhinderte, sind vom Tisch. Das Rathaus hofft nun auf eine schnelle Genehmigung.

Weißenborn/Berthelsdorf.

Eine der letzten Hürden für die Erweiterung des Wohngebiets "Talblick" in Berthelsdorf ist gefallen. Der Weißenborner Gemeinderat hat in der vergangenen Woche die Satzung des Bebauungsplanes beschlossen. Sie wird nun dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Stimmt das Amt zu, können die Bauwilligen einen Bauantrag stellen. Damit endet eine monatelange Hängepartie, die nicht nur den Einwohnern, die dort ihr Eigenheim planen, die Nerven raubte.

Über dem Bauprojekt hatte lange Zeit kein guter Stern gestanden. Eigentlich war das Weißenborner Rathaus davon ausgegangen, dass es nach den ersten Beratungen über das Baugebiet vor mehr als zehn Jahren den zweiten Bauabschnitt schnell in Angriff nehmen könnte. Doch die Erschließung des Gebietes, das rund 30 Parzellen umfasst, hat mehr Probleme bereitet als gedacht. Als Knackpunkt erwies sich ein Versickerungsbecken. Der Wasserzweckverband hatte sich zunächst dagegen gesträubt, das Becken zu übernehmen, weil er nicht wusste, ob es ausreichend dimensioniert ist.

Nun hat der Verband aber eingelenkt: Er ist bereit, das Becken zu übernehmen. Allerdings muss der Erschließungsträger, der es angelegt hat, noch einige Mängel beseitigen. Sie sollten behoben werden, sobald das Wetter dies zulasse, sagte der Bauamtsleiter Ulf Gregor im Gemeinderat.

Das Landratsamt hat Anfang Januar ebenso die wasserrechtliche Genehmigung erteilt. Auch die Umweltbehörde hat ihr Okay zur Erweiterung gegeben. Sie hat zwar angemahnt, dass mit dem Landwirt, der die Flächen neben dem Wohngebiet betreibt, ein Einvernehmen über den Schattenwurf der vorgesehenen Bäume hergestellt wird. Der Gemeindeverwaltung sind aber bisher keinerlei Beschwerden in dieser Richtung bekannt.

Die Familien, die dort ein Haus planen, werden es gerne hören. Einige waren zur Gemeinderatssitzung gekommen, um der Beratung beizuwohnen. So hatten sie es auch im vergangenen Jahr gehalten, als das Gremium wieder und wieder über die Bedenken der Abwasserbehörde oder beispielsweise von Umweltverbänden diskutierte. Aus ihrem Unverständnis über das schwierige Verfahren hatten die Eigenheim- Interessenten keinen Hehl gemacht.

Die Gemeindeverwaltung Weißenborn ist nun optimistisch, dass das Landratsamt möglichst rasch die Satzung des Bebauungsplans abnickt. Drei Monate hat die Kreisbehörde dafür Zeit. "Es ist alles abgestimmt, das dürfte schnell gehen", sagte Bürgermeister Udo Eckert (FDP). Er hoffe, dass die Mitarbeiter des Landratsamts nicht zu viel zu tun hätten, damit die Einwohner, die im Wohngebiet "Talblick" bauen wollten, im Frühjahr ihren Bauantrag stellen könnten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...