"Wollen Hemmschwellen gegenüber Wasserstoff abbauen"

Wildfremde Menschen einfach ansprechen und fragen, was sie da tun, gehört sich eigentlich nicht. "Freie Presse" macht es trotzdem. Heute: Stefan Anger auf dem Demonstrationsgelände der DBI Gruppe in Freiberg.

Was machen Sie denn da?

Ich öffne hier auf dem Demonstrationsgelände der DBI Gruppe in Freiberg Ventile am Versuchsstand, um in ein Glasrohr ein Brenngas-Luftgemisch zu füllen.

Warum füllen Sie das Glasrohr mit dem Brenngas-Luftgemisch?

Wir führen hier einen Vergleichstest über die Brenngeschwindigkeit von Erdgas und Wasserstoff durch.

Wer ist mit "wir" gemeint?

Ich bin Stefan Anger und Teamleiter Wasserstoffverfahrenstechnik hier am DBI. Zu meiner Mannschaft gehören neun Gasverfahrenstechniker.

Warum machen Sie das ?

Wir wollen für das Thema Wasserstoff sensibilisieren - als einen Kraftstoff der Zukunft. Dafür haben wir verschiedene Versuche aufgebaut. So auch einen Vergleichstest an Modellen, die mit Benzin und mit Wasserstoff gefüllt waren. Ein Benzinauto würde von unten weg brennen. Ein mit Wasserstoff fahrendes Auto würde, da Wasserstoff leichter ist, nach hinten und außerhalb der Fahrgastzelle brennen.

Was gab es noch bei Ihnen zu sehen?

Wir hatten am Dienstag auch ein Brennstoffzellenfahrzeug Hyundai Nexo zum Probe fahren hier. Das Innovationsforum Wasserstoff der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH ist darauf ausgerichtet, Wasserstoff in all seinen Aspekten als wichtigen Bestandteil der Gasinfrastruktur von Morgen einem breiten Publikum näherzubringen. Zugleich sollen aber auch Hemmschwellen abgebaut, die Unterschiede zu Erdgas veranschaulicht sowie technologische und normative Aspekte aufgezeigt werden, die im Umgang mit Wasserstoff zu beachten sind.

Wie viele Gäste haben am Forum teilgenommen ?

Zwei Gruppen mit jeweils 30 Gästen haben sich die Tests in der Freianlage und im Technikum angeschaut. Eine zweite solche Veranstaltung ist am 6. Mai 2020 bei uns hier an der Halsbrücker Straße geplant.

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