Wringmaschine in Aktion zu erleben

Das gestrige Erntefest in Gahlenz hat ungefähr 650 Gäste aus ganz Mittelsachsen angelockt. Und die Besucher konnten dabei vieles entdecken.

Gahlenz.

Eigentlich geht das ja gar nicht - sonntags waschen. Gudrun Dörfelt aber hatte gestern extra die Wanne mit dem Waschbrett rausgestellt und die Wringmaschine dazu, um den Jüngeren unter den Besuchern des Erntefestes im Gahlenzer Dorfmuseum zu zeigen, wie einst gewaschen wurde.

Während Gudrun Dörfelts Vorführung Premiere hatte, war Olaf Schubert schon beim Erntefest 2017 dabei. Der gelernte Zimmermann hat sich der Muldenhauerei als Hobby verschrieben - einem Handwerk, das mittlerweile in Sachsen und Thüringen ausgestorben ist. "Früher vertrieben die Muldenhauer ihre Erzeugnisse auf den Jahrmärkten." Heute kann man schöne Gefäße beispielsweise aus Apfel- oder Nussbaum in seiner Werkstatt in Kriebstein kaufen. "Die normalen Mulden für den Alltag werden mit dem sogenannten Texel aus Pappel, Weide, Birke oder Ahorn geschlagen." Olaf Schubert macht genau das, was Anliegen der Mitglieder des Heimatvereins und der Museumsleiterin Beate Mühl ist: Altes Handwerk erhalten und mit der Vorführung desselben Interesse bei jungen Leuten wecken. Nachwuchs wird nämlich dringend gesucht. Das weiß auch Dietrich Franke, der das Herstellen von Holzschindeln zeigte. Vom Dreschen mit den Flegeln übers Röhrenbohren bis hin zu der Ausstellung mit neuen Bildern von Christian Wendt unterm Dach gab es Angebote. Weit über 30 Akteure zuzüglich der Gahlenzer Blasmusikanten sorgten für einen erlebnisreichen Nachmittag mit interessanten Abstechern in die Vergangenheit. Vereinsvorsitzender Torsten Lange zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. Rund 650 Besucher aus ganz Mittelsachsen und darüber hinaus wurden gezählt.

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