Wunschzettel für fairen Handel

Ein Lieferkettengesetz soll in Deutschland kommen, wird aber ständig verschoben. Der Weihnachtsmann half nun mit, darauf aufmerksam zu machen.

Freiberg.

Wenn der Weihnachtsmann traurig schaut, dann kann man das meist nicht sehen. Christian Mädler von der Fairtrade-Town-Gruppe Freiberg hatte den Bärtigen am Donnerstag zum Weltladen in der Thielestraße eingeladen, damit beide auf einen Missstand hinweisen können. Es sei nämlich immer noch nicht gelungen, ein Lieferkettengesetz, für welches selbst Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller eintritt, zu verabschieden.

Ob Baumwolle, Kaffee, Kleidung, weltweit wird für deutsche Unternehmen angebaut und produziert. "Überall treten dabei Verstöße gegen Menschen-, Umwelt- und Arbeitsrechte auf", so Mädler. "Und da ist es nervig, wenn seit Monaten ein Gesetz versprochen wird, welches hiesige Unternehmen in die Pflicht nimmt, und es wird immer wieder verschoben." Täglich würden Hunderttausende sterben, weil sie nicht gerecht entlohnt würden oder unter schlimmsten Bedingungen leben und arbeiten müssten. "Das liegt auch daran, dass hierzulande zu wenig für die Existenzsicherung dieser Menschen getan wird", so Christian Mädler. Doch bei Menschenrechten sollte man keine Abstriche machen. Blockiert werden die Gesetzespläne laut Mädler vor allem vom Bundeswirtschaftsminister.

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