Zoff um Idee vom Aussichtsturm in Berthelsdorf

Blick auf Welterbestätten: Anwohner fürchten um ihre Privatsphäre

Berthelsdorf/Weißenborn.

Ein 26 Meter hoher Aussichtsturm in Berthelsdorf mit Rundumsicht auf die Welterbestätten der Region inklusive einer Webcam: Diese Idee ist im Ortschaftsrat von Berthelsdorf diskutiert worden. Noch bevor dessen Vorsitzender Volker Eßbach (FWG) die Idee im Gemeinderat präsentieren wollte, hat sich diese schon in Berthelsdorf verbreitet - und sorgt für Empörung.

Vor der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend ergriff Rica Weißbach das Wort: "Die Bürger sind entsetzt darüber, wie so ein Turm mitten in der Ortschaft stehen soll. Ein Aussichtsturm findet sich üblicherweise in einer Landschaft, nicht in einem Wohngebiet." Enttäuscht und verärgert zeigte sie sich darüber, dass die Bürger nicht informiert oder vorab dazu befragt worden sind. Bürgermeister Udo Eckert liegt nun eine Petition mit 21 Unterschriften gegen die Errichtung eines Aussichtsturms auf dem Parkplatz der Gartenanlage "Höhenluft" vor. Anwohner fürchten die Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte, wenn Turmbesteiger direkt in ihre Grundstücke, Gärten und Pools spähen könnten. Gestern wurden weitere 23 Unterschriften nachgereicht.

Eckert und Eßbach betonten, dass es sich lediglich um eine erste Idee, nicht um einen Plan handele. Man lasse derzeit die Kosten schätzen und und wolle im Januar ein Konzept vorstellen. Dem Welterbeverein und dem Regionalmanagement Silbernes Erzgebirge sei die Idee bereits vorgestellt worden. Der Turmbau sei prinzipiell förderfähig, so Eckert.

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