Zurück bleibt eine Brandruine

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Auf einem Dreiseithof in Zethau ist ein Wohnhaus niedergebrannt. 80 Wehrleute gaben alles, um das Nachbarhaus zu retten.

Zethau.

Es ist der erste Großeinsatz 2021, aber nicht der einzige in Zethau in jüngster Zeit: 80 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Zethau, Helbigsdorf und Mulda, Großhartmannsdorf, Voigtsdorf sowie Brand-Erbisdorf waren in der Nacht zu Freitag im Einsatz, um auf einem Dreiseithof in der Alten Dorfstraße ein brennendes Wohnhaus zu löschen.

Um 1.10 Uhr ging der Notruf bei der Rettungsleitstelle ein; sofort rückten die Kameraden aus. "Beim Eintreffen stand der Dachstuhl bereits im Vollbrand", schilderte Gemeindewehrleiter Gerd Saring am Freitagmittag nach dem Einsatz. Die Bewohner - zwei Männer und zwei Kinder - konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Auch zwei Bewohner des Nachbarhauses standen schon draußen, als die Einsatzkräfte anrückten.

Weil die Zufahrt zum Hof steil und der Hof sehr beengt war, das Drehleiterfahrzeug aber auf ebenem Grund im Hof positioniert werden musste, sei die Löschwasserversorgung eine Herausforderung gewesen: Die Schläuche mussten per Hand verlegt werden. "Es war sehr kräftezehrend", so Saring. Das brennende Wohnhaus war nicht zu retten, aber die Wehrleute konnten vermeiden, dass die Flammen auf das Nachbarhaus übergreifen. Auch Polizei, Rettungswagen, das feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises sowie der Kreisbrandmeister waren vor Ort. Morgens gegen 9 Uhr war der Löscheinsatz beendet; zurück bleibt eine Brandruine. "Es ist dramatisch. Die Leute haben alles verloren", sagt der Gemeindewehrleiter. Verletzt wurde aber niemand.

Die Gemeinde hat die Betroffenen im Ort untergebracht beziehungsweise sind sie bei Angehörigen untergekommen. Brandursache und Schadenshöhe werden noch ermittelt. 2020 hatten die Wehren Zethau, Helbigsdorf und Mulda 25 Einsätze zu bestreiten. Erst am 27. Oktober waren die Einsatzkräfte in die Alte Dorfstraße in Zethau gerufen worden - es loderte ein riesiges illegales Lagerfeuer. Pfingsten waren zwei Scheunen eines Vierseithofes in Flammen aufgegangen; am 16. November 2019 geriet ein Wohnhaus in Brand. Wehrleiter Saring sieht darin keinen Zusammenhang. Er dankt den Kameraden und den Wehren aus den Nachbarorten für ihren Einsatz. (mit hh/smc/dpa)

Video Ein kurze Sequenz von den Löscharbeiten sehen Sie unter folgendem Link www.freiepresse.de/feuer-zethau

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