Zwei neue Herzspezialisten am Freiberger Krankenhaus

Stefanie Katzke und Tobias Stäps, beide bisher am Herzzentrum Dresden tätig, gehören zum Team der neuen Kardiologie. Und obwohl die Abteilung erst im September in Betrieb geht, haben sie schon sehr viel zu tun.

Freiberg.

Eine kardiologische Abteilung am Kreiskrankenhaus Freiberg gibt es seit geraumer Zeit. Im vergangenen November beging sie ihr 20-jähriges Jubiläum. Aufgebaut wurde dieser Bereich der Abteilung Innere Medizin von Oberarzt Gerd Schindler, der nach wie vor im Haus tätig ist. In diesem Jahr nun wird das kardiologische Angebot mit dem Aufbau eines Linkskatheter-Messplatzes deutlich erweitert. Deshalb wurde die Kardiologie aus der bisherigen Klinik für Innere Medizin herausgelöst und firmiert seit 1.April als Innere Medizin II. Rund 3Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Im September wird die neue Klinik in Betrieb gehen.

Der Platz dafür wird nun vorbereitet. Dort, wo bis vor drei Jahren die Zentralsterilisation zu finden war, soll das Herzkatheterlabor eingerichtet werden. In Vorbereitung dessen sind neben Chefarzt Dr. Hagen Schrötter, der seit 1. Januar im Haus arbeitet und den Aufbau leitet, zwei weitere Fachkräfte dazu gekommen. Sowohl Dr. Stefanie Katzke, Fachärztin für Innere Medizin/Kardiologie und Intensivmedizin, als auch Tobias Stäps, der neue Leiter des Herzkatheterlabors, waren vorher im Herzzentrum Dresden tätig.


"Diese neue Abteilung hier am Kreiskrankenhaus aufzubauen, empfinde ich als eine besonders spannende Aufgabe", sagt Stefanie Katzke. Die 44-Jährige stammt aus dem niedersächsischen Rotenburg (Wümme), studierte und promovierte an der Berliner Charité und fand 2005 den Weg nach Dresden. "Dort habe ich gelernt, was man lernen kann", sagt sie. "Der nächste Schritt wäre eine Habilitation gewesen, doch wollte ich den Fokus weiterhin auf den Klinikbereich legen."

Da sie seit 14 Jahren auch mit Dr.Hagen Schrötter zusammenarbeitet, eröffnete sich ihr der Weg nach Freiberg. So wie Kardiologie hier bisher stattgefunden habe, werde es künftig nicht mehr sein. Zu den bisherigen Behandlungen kommen etwa Echokardiologie, Ergometrie oder Langzeit-EKG hinzu. Leichte und mittelschwere Herzproblemfälle können künftig in Freiberg behandelt werden. "Vor dem Hintergrund, dass im ländlichen Raum viele ältere Menschen leben, ist das ein richtiger Schritt", betont Katzke. Hochkomplexere Fälle allerdings müssten weiterhin in einem Herzzentrum behandelt werden, eine eigene Herzchirurgie sei für Freiberg nicht geplant.

Tobias Stäps, 31 Jahre, geboren in Hoyerswerda, wurde in Leipzig ausgebildet, landete eine kurze Zeit in Regensburg, fand aber 2012 den Weg zurück in die Heimat. Schon in Dresden war er Bereichsleiter Herzkatheter. Dass er das nun auch in Freiberg ist, passt wie angegossen. "Denn das ist der Bereich, in dem ich Laufen gelernt habe und den ich am liebsten ausüben will, bis ich es nicht mehr kann", sagt er. Ihm obliegt es, ein Team zu leiten, die Patienten auf die Untersuchungen und Behandlungen einzustellen und hinterher die Nachbereitung durchzuführen. "Wir starten hier erst einmal mit einer kleineren Mannschaft", sagt Stäps. "Je nach Umfang der Anforderungen kann es dann erweitert werden." Zunächst soll einschichtig gearbeitet werden, Mehrschicht ist aber für die Zukunft vorgesehen.

Die beiden Neuen im Kreiskrankenhaus sind seit dem 1. April in Amt und Würden. "Es ist unglaublich, wie gut wir hier aufgenommen wurden", sagt Tobias Stäps. "Sowohl im Kreiskrankenhaus als auch in der Stadt. Das hat hier einen sehr angenehmen familiären Charakter." Stefanie Katzke nickt zustimmend. Das ginge auch ihr so. Dass ihr eigentlicher Arbeitsplatz, die Kardiologie, erst ab September existieren wird, merken sie allerdings nicht. "Wir haben schon jetzt sehr viel zu tun", sagt Stefanie Katzke. "Langeweile gibt es nicht."

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